Gewaltiges Projekt

Photovoltaikprojekt in Küntrop: Es gibt Widerstand

Vom Küntroper Bahnhof soll sich das Feld mit Photovoltaikanlagen hönneabwärts bis hin zum Flugplatz ziehen.
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Vom Küntroper Bahnhof soll sich das Feld mit Photovoltaikanlagen hönneabwärts bis hin zum Flugplatz ziehen.

Das Vorhaben ist schon gewaltig und hat enorme Dimensionen: Vom Küntroper Bahnhof soll sich das Feld mit Photovoltaikanlagen hönneabwärts bis hin zum Flugplatz ziehen.

Neuenrade – Der Investor, die Entegro Photovoltaik-Systeme GmbH, hatte das Vorhaben bereits im Rahmen von Videokonferenzen in die Fraktionen getragen. Ein Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Mark-E umgesetzt werden soll. Auch ganz offiziell in einem politischen Gremium will das Unternehmen für das Vorhaben trommeln. Ginge es nun nach dem Wunsch der SPD, würde das Genehmigungsverfahren sehr beschleunigt.

Fraktionschefin Ulrike Wolfinger schlug am Donnerstag in der Ratssitzung vor, dass das Vorhaben direkt im Bau- und Planungsausschuss behandelt werden sollte und nicht erst im Umweltausschuss. Das Ganze müsse schnell gehen. Im September gebe es eine neue Regierung, möglicherweise ändere sich etwas beim Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zudem habe die SPD schon eine Reihe von Auflagen erarbeitet. Es gelte den Investor nicht noch länger warten zu lassen. Der Umweltausschuss tage auch erst im Sommer.

Von der Eile der SPD hielt CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann nichts. Der mögliche Gewerbesteuerertrag für die Gemeinde sei sicher überschaubar. Auch müsse man bedenken, dass es sich um ein riesiges Areal handele. Möglicherweise wäre das eine Fläche für ein Industriegebiet. Da seien noch so viele grundsätzliche Fragen, die es zu beantworten gelte.

Er sei für den Verweis in den Umweltausschuss. Auch FDP-Chef Michael Hammer hielt es für besser, das Vorhaben ausführlich im Umweltausschuss zu erörtern, um so eine gute Entscheidung treffen zu können. SPD-Ratsherr Frank Bäcker schlug schließlich eine Ortsbegehung mit beiden Ausschüssen vor.

FWG- Chef Bernhard Peters sagte, dass man Solaranlagen eher auf Dächern für sinnvoll halte, das Projekt aber befürworte und fragte nach, ob das Vorhaben Industriefläche fresse. Bauamtsleiter Marcus Henninger sagte, dass das Areal landwirtschaftliche Nutzfläche sei. Er verwies darauf, dass aktuell ein neuer Regionalplan entstehe. Wenn die Fläche doch gewerbliche werden solle, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, das ins Regionalplanverfahren einzubringen. Das Vorhaben flott umzusetzen sei möglich, aber schwierig.

Auch die Bündnisgrünen mochten sich ungern antreiben lassen. Man sehe nicht die Dringlichkeit, sagte Uli Naumann. Man sei für einen Verweis in den Umweltausschuss. Das wurde am Ende auch so beschlossen.

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