Pfarrheim-Umbau: Investition allein nicht zu stemmen

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St.Lambertus-Affeln: Die Gemeinde will das Pfarrheim an die Stadt vermieten. Es soll als Flüchtlingsunterkunft dienen, Umbauten sind nötig.

Affeln - Der Mietvertrag über das Pfarrheim zwischen Stadt und Kirchengemeinde St. Lambertus ist wohl unter Dach und Fach. Jetzt muss das Werk noch von den Verantwortlichen im Paderborner Bistum abgesegnet werden, bevor es in eine Flüchtlingsunterkunft ungebaut werden soll.

Das Vertragswerk ist wohl zeichnungsfähig, erläuterte Kirchvorstand Daniel Pohle gestern auf Nachfrage. Nach Genehmigung steht dem Umbau also wohl erstmal nichts im Wege. Gleichwohl wird das auch ein Stange Geld kosten. Daniel Pohle: „Da sind einige Investitionen erforderlich. Wir hoffen da auf finanzielle Unterstützung. Affeln alleine kann das nicht stemmen.“

Klar ist inzwischen auch, dass die Stadt nun eben auch Miete an die Gemeinde zahlen muss. Ursprünglich hatte die Gemeinde wohl keine Miete haben wollen, eben weil die Hilfe ein christliches Anliegen ist. Doch beim Bistum habe man darauf hingewiesen, dass das so nicht funktioniere. Wenn denn irgendwann in der Zukunft eine Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge nicht mehr nötig sei, müsse man ja auch den Rückbau finanzieren und entsprechende Rücklagen bilden.

Wie dem auch sei, eine gute Woche werde es wohl dauern, dann gebe es sicher die erste Wasserstandsmeldung aus Paderborn, danach könne man entsprechend handeln. Bei Daniel Pohle ist natürlich auch angekommen, dass es im Dorf durchaus Stimmen gibt, die vor der Situation, dass plötzlich 25 Junggesellen mitten im Dorf einquartiert werden Angst haben. Akuten Gegenwind habe man aber nicht gespürt. „Sorgen haben wir natürlich auch,“ sagte Pohle. Er ist aber zuversichtlich, dass man die Sache in den Griff bekomme. „40 Menschen haben sich für den nächsten Runden Tisch angemeldet.“ (findet heute Abend, 18.30 Uhr, statt). Und wenn man zu so vielen Menschen sei, dann könne man sich sicher gut um die Flüchtlinge kümmern. Nicht gleich 25 Flüchtlinge auf einmal So würde man mit allerlei Maßnahmen und Angeboten versuchen, die Flüchtlinge im Dorf zu integrieren: Ob per Sprachkurse, Nachbarschaftscafé oder auch gemeinsame Unternehmungen.

Daniel Pohle betonte zudem, dass die bisher angegebene Zahl von 25 Flüchtlingen zudem die Obergrenze sei. Die Stadt habe noch viel mehr Flüchtlinge unterbringen wollen, zumal das rein rechnerisch möglich gewesen wäre. „Doch wir haben das nicht gewollt“. Zudem rechne er nicht damit, dass nach der Herrichtung der Räume plötzlich ein Bus mit 25 Einzelpersonen vor dem Pfarrheim vorfahre. Vielmehr würden sicher zunächst erstmal fünf oder zehn Flüchtlinge kommen, um die man sich dann kümmern könne. Integration soll möglichst Schritt für Schritt erfolgen.

Ein Problem indes sei, so sagte Daniel Pohle, dass man wenig Einfluss habe. So könne die Stadtverwaltung auch nur reagieren auf die Zahl der Menschen, die man Neuenrade zuweise. Doch Daniel Pohle ist optimistisch: „Wir sind guter Dinge.“

Von Peter von der Beck

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