Pfarrhaus Affeln: Barrierefrei durch Rampe

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Das ehemalige Affelner Pfarrhaus neben der St.-Lambertus-Kirche soll mit einer Rampe ausgestattet werden, um älteren und gehbehinderten Menschen den Zugang zu erleichtern.

Affeln – Der Umbau im alten Pfarrheim Affeln ist voll im Gang, und es gibt weitere Pläne für einen barrierefreien Zugang. Doch es gibt einen Haken.

Im ehemaligen Affelner Pfarrhaus hat sich einiges verändert. Abgeschlossen sind die Umbauarbeiten im und vor dem Gebäude allerdings noch nicht. „Wir hoffen aber, dass wir in diesem Jahr fertig werden“, erklärt Daniel Pohle, Geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands (KV). 

Das 1828 erbaute Pfarrhaus diente früher den Geistlichen der Gemeinde St. Lambertus als Wohnhaus. Zuletzt hatte Pastor Werner Spancken in dem Gebäude gewohnt. Er verließ im Sommer 2012 die Pastoralverbände Oberes Hönnetal und Balver-Land, um im Raum Meschede seelsorgerisch tätig zu sein. 

Pfarrhaus nicht mehr als Wohnhaus benötigt

Inzwischen kommt ein Geistlicher von außerhalb, um die Gottesdienste mit den Gläubigen zu feiern. Das Pfarrhaus wurde als solches nicht mehr benötigt – der Umbau zu Gemeindezwecken bot sich an. 

Seitdem haben die Gemeindemitglieder bereits viele Arbeitsstunden investiert. Auch, um im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses einen großen Raum herzurichten. „Einige Nacharbeiten sind aber noch erforderlich“, stellt Daniel Pohle fest. Zudem soll der Raum mit einem großen Flachbild-TV ausgestattet werden. „Wir möchten damit unter anderem Computerpräsentationen im Rahmen von Vorträgen ermöglichen“, sagt der KV-Vorsitzende aus Altenaffeln. 

Neuer Glanz fürs "Aushängeschild"

Geplant sei zudem eine Erweiterung der Küche. Besonders wichtig sei auch das Pfarrbüro im Erdgeschoss. Pohle nennt es das „Aushängeschild der Gemeinde“ und stellt fest: „Es muss dementsprechend neu und ansprechend gestaltet werden.“

In der oberen Etage des Gebäudes habe sich ebenfalls schon einiges getan. Dort soll eine kleine Anliegerwohnung entstehen, die bei Bedarf genutzt werden kann. Zudem müsse Platz für Archiv- und Abstellräume geschaffen werden. „Bücher, Aktenordner, Kerzen und beispielsweise die Kleidung der Sternsinger – wir müssen viele Dinge lagern“, stellt der Vorsitzende fest.

Rampe nicht nur für gehbehinderte Menschen

Dem demografischen Wandel möchte der Kirchenvorstand ebenfalls Rechnung tragen – und plant eine Rampe, die gehbehinderten Menschen den Zugang zum Gebäude erleichtern soll. „In unseren Dörfern leben immer mehr ältere Menschen, das müssen wir auf jeden Fall berücksichtigen“, erklärt der Altenaffelner. 

In diesem Zusammenhang seien bereits Gespräch mit der Denkmalschutzbehörde geführt worden, denn das ehemalige Affelner Pfarrhaus steht unter Denkmalschutz. Auch mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn stehe der Kirchenvorstand in Kontakt. 

Dort seien Zuschüsse für den Umbau des Pfarrhauses beantragt worden. „Insgesamt müssen wir einen sechsstelliger Betrag investieren“, berichtet Daniel Pohle. Allerdings trage Paderborn 70 Prozent der Kosten des Umbau der Räume, die anschließend für die Gemeinde genutzt werden. Der Wohnungsumbau werde dagegen voraussichtlich mit 50 Prozent der anfallenden Kosten bezuschusst.

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