Pfarrei St. Michael setzt auf mehr Ökumene

+

Neuenrade/Werdohl - Gedanken um die Zukunft der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade und die beiden Gemeinden St. Michael (Werdohl) und St. Mariä (Neuenrade machen sich viele Gemeindemitglieder schon längere Zeit.

Es gab Umfragen, den im Jahr 2017 angestoßenen Pfarreientwicklungsprozess und Vorgaben für die Zukunft bis zum Jahr 2030. Zudem fanden immer mal wieder Treffen der Führungszirkel der Pfarrei statt. Es gab bereits mehrere Zusammenkünfte, bei denen unter anderem das Pastoralteam, Vertreter des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates und der beiden Gemeinderäte teilnahmen. Jüngst fand das dritte Treffen in der katholischen Akademie in Schwerte statt. 

Die Pfarrgemeinde St. Michael Werdohl-Neuenrade steht dabei unter Druck, Ergebnisse zu liefern, denn unter anderem werden bis 2030 die finanziellen Zuwendungen um die Hälfte reduziert. Gleichwohl gab es jetzt eine Reihe von Entscheidungen: So soll der Einblick, das Mitteilungsblatt der Pfarrei, ein neues Layout bekommen – also ein neues Erscheinungsbild. Zudem arbeitet man weiter an der Corporate Identity der Pfarrei. Um das Erscheinungsbild zu vereinheitlichen, wurde in einem ersten Schritt beschlossen, ein neues Logo zu entwickeln. 

Vorschläge bis 17. September

Vorschläge können ab sofort im Pfarrbüro an der Neustadtstraße in Werdohl abgegeben werden (wir berichteten). Das geht auch per E-Mail (Adresse: st.michael.werdohl@bistum-essen.de) oder per Post. Es gibt ein paar Bedingungen. So muss das Logo auch schwarz-weiß funktionieren, es soll den Namen der Pfarrei enthalten und es muss skalierbar sein (also auch auf Visitenkarten oder auf Plakaten Verwendung finden können). Eine weitere Vorgabe ist, dass das Logo „integrativ“ wirken soll. Damit ist gemeint, dass das Verbindende der Pfarrei hervorgehoben werden muss. Abgabeschluss ist der 17. September. Am 29. September werden die Vorschläge öffentlich vorgestellt. 

Beschlossen wurde auch, dass die Homepage der Pfarrei ein neues Design bekommen soll. 

Neue Messordnung

Darüber hinaus gibt es weitere Veränderungen wie die neue Messordnung. Da es seit Jahren immer schwieriger werde, eine Vertretung für die Messen zu finden, ist es nun möglich, dass „in einer Notsituation alle Sonntagsgottesdienste von einem Priester und einem Organisten bestellt werden können“, teilt die Pfarrei mit. 

Auch dem Thema Willkommenskultur widmet sich die Pfarrei: Nicht nur Taufgeschenke gibt es für die kleinen Neubürger, sondern auch jene, die neu in die Gemeinde kommen, sollen Wertschätzung durch ein Willkommenspaket erfahren. 

Mehr Ökumene

Nicht so rund lief es mit den Jugendgottesdiensten. Hier setzen die Katholiken künftig auf Ökumene. So möchte man auf die Möglichkeiten zurückgreifen, welche die Jugendallianz der evangelischen Gemeinden in Werdohl bietet. Auch grundsätzlich möchten „die Teilnehmer der jüngsten Tagung die ökumenische Arbeit stärken“, heißt es in einer Schrift zur aktuellen Entwicklung der Pfarrei. 

Weiterhin möchte man verstärkt auf Ehrenamtliche setzen. So soll es Fortbildungsangebote für die Ehrenamtlichen im liturgischen Dienst geben. Demnächst möchte man auch einen Kurs für Helfer bei Kinder- und Familiengottesdiensten unter Leitung von Schwester Teresa Zukic anbieten. 

Datenschutzbestimmungen sorgen für Frust

Frustration gibt es in Sachen Datenschutzbestimmungen, durch die wesentliche Elemente der Pfarrbriefe verhindert werden. So gibt es keine Listen mehr mit Verstorbenen, Taufen oder Geburtstagen. Aber die Verantwortlichen wollen sich dadurch nicht entmutigen lassen und suchen neue Wege und Angebote. Für Claudia Kaluza, die auch an dem jüngsten Treffen teilgenommen hat, ist bei allem wichtig, dass „die Pfarrei mit ihren Gemeinden nach vorn schaut“. Man sei „auf dem Weg“ und habe „einiges schon gemeinsam“ erreicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare