Petra Boland hat ihr Traum-Objekt gefunden

„Es war Liebe auf den ersten Blick“

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Man sieht's: Petra Boland hat allerhand zu tun, um das Haus wieder authentisch herzurichten.

Neuenrade - Das Gebäude ist schon ein Hingucker: Ein Bruchsteinhaus mit einer gewaltigen portalartigen Tür. Die Steine sind weiß eingefasst, grüne Fensterläden rahmen die Sprossenfenster ein, ein grüner Holzzaun schützt ein kleines Vorgärtchen. Das Schmuckstück gehört nun Petra Boland. Und sie freut sich kolossal: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“

Hier wird sie im Herbst wieder „Petras kleine Welt“ eröffnen, dessen Ladenlokal einst im Steinhaus-Haus in der Eulengasse war und nun bis zur Eröffnung des neuen Ladenlokals bei Anke Adler als Shop-in-Shop System unterkommt.

Mit dem Erwerb des Vollmer-Haues, Hinter der Stadt 6, hat Boland ein Großprojekt zu bewältigen. Sie will das Haus schließlich sanieren und in einen möglichst authentischen Zustand versetzen. „Ich will das Urspüngliche des Hauses wieder herausholen,“ sagt sie. Im Erdgeschoss soll dabei das neue Ladenlokal entstehen. Im Obergeschoss sollen Seminarräume hergerichtet werden. Hier werden dann künftig verschiedene Meditationskurse stattfinden, die sie zum Teil selber gibt. Da bestehe Bedarf in Neuenrade, da ist sich Petra Boland sicher.

Um das Haus herzurichten ist handwerkliches Geschick vonnöten, Liebe zu alten Dingen und fürs Detail. Das bringt Petra Boland alles mit. Sie habe Erfahrung in der Haussanierung und Aufarbeitung alter Dinge. Zudem: Ihre beiden Söhne sind Handwerker. Einer ist Maler und Lackierer und der andere ist Elektriker. Sie werden gut zu tun haben. Es gibt jede Menge zu streichen und die Elektrik ist – sagen wir mal – überholungsbedürftig. Es ist kein Haus mit Normmaßen. Die Türen haben individuelle Höhen, die Wände sind mit Lehmputz verschmiert.

Es gibt maßgefertigte Stiegen zum Dachboden, selbstverständlich haben die Räume nicht das Industriemaß moderner Häuser. Die Wände sind sicher doppelt so dick wie heutzutage üblich, die Fenster sind klein im Format. Großzügig ist hingegen die Treppe, die ausladend und repräsentabel wie auf einer Showbühne vom Eingang her zu den oberen Räumen führt. Auch jede Menge attraktive Fundstücke gibt es im Gebäude. So ist der Dachboden des denkmalgeschützten Hauses eine Fundgrube: Zeichnungen von Möbeln, uralte Schablonen und Unterlagen sind hier zu finden, sogar eine uralte Maschine.

Petra Boland ist von allem mehr als begeistert.

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