Arte-Produktion

Neuenrader verkörpert im Fernsehen das Mittelalter

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Peter Riecke wurde nach dem Casting als Mittelalter-Typ gebucht.

Neuenrade - Peter Riecke ist demnächst im Fernsehen zu sehen – als echter Mittelalter-Typ. Im Film erlebt der Neuenrader als Bauer die Entdeckung der Kohle mit.

„Es war toll. Ich würde jederzeit wieder mitmachen“, stellt Peter Riecke fest. Obwohl der Neuenrader schon mehrmals als Komparse bei Fernseh-Produktionen mitgewirkt hat, ist er von seinem jüngsten Filmabenteuer in Engelskirchen begeistert.

Am 16. September hatte Peter Riecke an einem Casting der Ennepetaler Agentur Eick in Dortmund teilgenommen. „Als die Verantwortlichen dort mein Gesicht und meinen Bart gesehen haben, stand für sie gleich fest, dass ich der Mittelalter-Typ bin“, erzählt Riecke, der sofort mit einem vorläufigen Bart- und Haarschneideverbot belegt wurde. 

Circa 2000 Menschen seien zu dem Casting gekommen. „80 davon wurden als Komparsen ausgesucht“, weiß der Neuenrader. Er musste nicht lange warten, bis ihm danach die Einladung zu einem Drehtag ins Haus flatterte.

Peter Riecke spielt einen Bauern

Am 23. Oktober hat er an der aktuellen Arte-Produktion „Steinkohle“ mitgewirkt. „Gedreht wurde im Muttental bei Witten“, erzählt Riecke. Dort wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten in dieser Region einst Kohle in Stollen und ersten Schächten zutage.

Der Neuenrader spielt in dem Streifen einen Bauern, der die Entdeckung der Kohle miterleben darf. Er berichtet, was sich im Film abspielt: „Zwei Hirten haben ein Feuer gemacht und legen sich schlafen.

Aber das Feuer geht nicht aus, es brennt immer weiter. Sie haben panische Angst, dass sie das Tor zur Hölle geöffnet haben könnten und alarmieren die Dorfbewohner.“ Einer davon ist Riecke.

Den Text durfte er sich selbst überlegen

Er durfte sich selbst überlegen, was er bei den nächtlichen Dreharbeiten sagt, nachdem ihm die anderen Komparsen an den Ort des Geschehens geführt haben. Seine Wahl fiel auf einen Satz, der beim Regisseur gut ankam: „Brennende Steine – das ist ein Wunder.“

In einer weiteren Szene steht der Neuenrader in einer Pinge, einer Vertiefung, die durch Bergbautätigkeiten entstanden ist. In die Grube ist Wasser gelaufen, und Riecke bemüht sich, gemeinsam mit anderen Komparsen, das Wasser mit Eimern heraus zu schöpfen.

Der Drehtag war sehr lang

Für den Neuenrader war es ein langer Drehtag: Erst nach Mitternacht war Feierabend. „Für fünf Film-Minuten wird im Durchschnitt drei Stunden gedreht“, berichtet Peter Riecke. Er freut sich auf die Ausstrahlung der Arte-Produktion „Steinkohle“, die im kommenden Jahr anlässlich der Schließung der letzten deutschen Steinkohlezeche geplant sei.

Eventuell werde es 2018 auch ein besonderes Public-Viewing-Erlebnis im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten geben: „Mit den Komparsen, die im Film zu sehen sind.“

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