Perspektiven für den Neuenrader Wochenmarkt

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Hingucker auf dem Neuenrader Markt ist derzeit das saisonal bedingte Gemüseangebot: Kürbisse.

Neuenrade - Für einige Neuenrader ist der überschaubare Altstadt-Markt am Dienstag eine Institution geworden, die sie gerne besuchen. Und so füllt sich bei passablem Wetter der kleine Platz am Brunnen in der Altstadt am Dienstagvormittag zügig mit Menschen.

Es sind vor allem Ältere, die sich dort umtun. Und so fahren etliche Senioren auch mit Rollatoren oder Rollstühlen zu den Ständen. Das funktioniert trotz des bröseligen Pflasters ganz gut, der Zugang zum Markt ist relativ barrierefrei. 

Marion Bednarski, eine der älteren Besucherinnen ist dabei recht zufrieden mit dem Markt. Da gebe es so ziemlich alles, was man benötige, einen Metzger vermisst sie nicht, da seien ja genug in der Stadt. Ein kleines Aber hat sie trotzdem: „Ein Gewürzstand wäre gut.“ 

Auch Kleidung gehört zum Angebot 

Ansonsten ist der Neuenrader Mini-Markt für seine Größe recht gut ausgestattet. Besonders das Gemüse-Angebot ist gut. Gleich zwei große Stände gibt es dort, einer davon bietet auch Produkte aus der Region und eigener Herstellung an. Auch Kleidung gibt es. Christine Lucka aus Neheim präsentiert ihr Programm auf dem Neuenrader Markt. T-Shirts, Hosen und Blusen für Frauen verkauft sei, das Angebot für Männer hat sie an dem Dienstag nicht ausgepackt. 

Markthändlerin Christine Lucka (links) verkauft unter anderem Damenmode auf dem Markt.

Die kleine Marktfläche bereitet ihr durchaus Probleme auch wenn sie diesmal an einem etwas anderen Standort steht, weil an diesem Tag der Bäcker krankheitsbedingt nicht gekommen ist (eine Vertretung durch eine Bäckerin aus Sundern ist organisiert). Christine Lucka kommt jedenfalls ganz gerne zum Neuenrader Markt, auch wenn der Dienstag nicht zu den umsatzträchtigsten Marktagen zähle. Dafür habe sie in den Neuenradern aber auch besonders treue Kunden. Und für einen Dienstag verkaufe sie in der Regel auch gut. 

Auch der Fischhändler ist wieder da, der an seinem Verkaufswagen jüngst einen Achsbruch mitten in Siegen erlitten hatte und nun mit neuem Gefährt wieder in der Hönnestadt steht. 

Markt hat seine eigene Geschichte 

Der Neuenrader Markt hat seinen eigene Geschichte. Es gab schon diverse Standorte im Stadtgebiet. Mittlerweile besteht der Markt an dieser Stelle etliche Jahre. Immer mal wieder probierten auch neue Markthändler mit anderen Angeboten den Altstadt-Markt aus. Inzwischen hat sich die aktuelle Mannschaft etabliert. Großartig mehr Stände wären bei dem aktuellen Platzangebot kaum möglich, es sei denn, die Organisatoren des Stadtmarketingvereins dehnten die Marktfläche aus. 

Aber: es tut sich etwas. Da die Altstadt im Rahmen städtebaulicher Fördermaßnahmen berücksichtigt wird, soll auch der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz überplant werden. Bauamtsleiter Marcus Henninger: „Dabei wird auch der Markt Berücksichtigung finden.“ 2020 gehe man da im Rahmen des Isek (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) „in die Planung“, die Realisierung würde 2021 erfolgen. 

Auf der Suche nach einem Schmuckstand 

Markthändler zu finden ist nicht einfach, es gibt durchaus an den Dienstagen Konkurrenz durch andere Städte in der Umgebung, die ebenfalls an diesem Wochentag einen Markt anbieten, erläuterte Christiane Frauendorf, Geschäftsführerin beim Neuenrader Stadtmarketing und in Sachen Markt verantwortlich. Sie sieht nach ihren Erhebungen noch speziellen Bedarf: „Wir suchen einen Händler, der Wurst- und Fleischwaren anbietet, die zum Beispiel bei Eintöpfen Verwendung finden würden. Auch Geflügel wäre interessant“. Des Weiteren suche sie jemanden, der auf dem Markt vorübergehend Schmuck („die Leute kommen nicht, um jeden Dienstag Schmuck zu kaufen“) anbietet, um das Angebot aufzulockern. Inzwischen gebe es auch eine gewisse Gemeinschaft unter den Händlern, sagte Frauendorf. Und diese Gemeinschaft würde sich ebenfalls umhören. 

Mehr Platz für neue Händler zu schaffen ist dabei auch kein Problem, versicherte in dem Zusammenhang noch der Bauamtsleiter.

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