Persönlichkeiten wollen verstanden sein

Interessiert verfolgten die Vortrags-Besucher im Familienzentrum Hummelnest Ausführungen zu Persönlichkeitsformen – und überlegten wohl, wo sie sich selbst wieder finden. - Foto: Kühn

NEUENRADE - Dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft: In diese vier Gruppen teilt das DISG-Modell die menschlichen Persönlichkeiten. Die vier Schlagwörter geben dem Modell seinen Namen. Dirk Lüling, Referent und Seelsorger, stellte dieses Modell jetzt im evangelischen Familienzentrum Hummelnest mit einem Vortrag vor.

Lüling gründete gemeinsam mit seiner Ehefrau Christa das Team.F – Neues Leben für Familien. Ein Verein für Familien-, Ehe- und Beziehungsarbeit. Sie halten bundesweit Vorträge, veranstalten Seminare und schreiben Ratgeber.

Um das DISG-Modell dann näher zu beschreiben, zählte Lüling weitere passende Begriffe auf: So seien dominante Menschen direkt und durchsetzungsfähig, initiative Personen emotional, optimistisch und ideenreich. Für stetige Zeitgenossen fand der Referent Begriffe wie stabil, beständig und sensibel. Gewissenhafte Persönlichkeiten dagegen seien gründlich, kritisch und gradlinig.

Anhand eines Tests, der von der Person selbst ausgeführt werde, sei die Einteilung in eine der vier Kategorien möglich. Es gäbe natürlich auch „Mischtypen“, unterstrich Lüling abschließend zur Modell-Erläuterung.

Die Selbsteinschätzung sei aber nur die eine Seite. Die Empfindung eines Mitmenschen könne durchaus anders sein. Spontanität könne beispielsweise als Unvorsichtigkeit gedeutet oder Detailtreue als Pingeligkeit missverstanden werden. Durch die Einordnung einer Person in ihr jeweiliges Umfeld und durch das Wissen der Mitmenschen über das Persönlichkeitsprofil eines Einzelnen sei ein verständnisvoller und wertschätzender Umgang mit eben jenem möglich.

In einer Beziehung dürften die Partner jedoch in ihrer Persönlichkeit nicht zu weit voneinander abrücken. Das Spannungsverhältnis einer Beziehung sei mit einer Waage zu vergleichen. „Wenn eine Seite überwiegt, kippt das ganze System“, betonte Lüling.

Das führe unweigerlich zu Konflikten. Um diese zu vermeiden, müssten beide Seiten wieder näher zueinander rücken. Das bedeute, in Konfliktsituationen miteinander zu reden. Lüling schloss seinen Vortrag mit Tipps zur Persönlichkeitsentfaltung.

Von Julian Kühn

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