Konzert

Perlen polnischer Musik in der Villa am Wall

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Jan Riecke präsentiert das Plakat der Veranstaltung in der Villa am Wall.

Neuenrade - Das nächste Konzert im Rahmen der  Veranstaltungsreihe „Soirée in der Villa am Wall“ kündigt sich an. Die Veranstaltung gibt es nur einmal in NRW.

„Das ist etwas ganz Besonderes und hochkarätige Musik“, kündigt Kulturbeauftragte Monika Arens das nächste Konzert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Soirée in der Villa am Wall“ an.

„Perlen der polnischen Musik“ – Pianist Wojciech Waleczek und das Acoustic Quartet spielen am Sonntag, 15. Oktober, in der Villa am Wall ab 18 Uhr ein NRW-exklusives Konzert mit Stücken polnischer Komponisten.

Nur sechs Konzerte in ganz Deutschland

Nur sechs Konzerte spielen die Musiker in ganz Deutschland, unter anderem auch im Schloss Zeilitzheim im bayrischen Kolitzheim oder im Focke-Museum in Bremen. Es sei das Ziel der Musiker, polnische Musik international bekannter zu machen.

„Man kennt ja eigentlich nur Chopin. Der Name klingt zwar französisch, aber er war Pole“, sagt Arens. Natürlich stehe Chopin auch auf dem Programm, aber auch andere Komponisten sollen in den Vordergrund gerückt werden.

Das Konzert beginnt in b-Moll

Das Konzert beginnt mit der Etüde in b-Moll von Karol Szymanowski. Geboren 1882, komponierte er während seines Studiums in Warschau seine ersten Sinfonien unter dem Einfluss von Richard Strauss. Später fokussierte er sich unter anderem auf polnische Volksmusik.

Die Polonaise „Abschied vom Vaterland“ von Michal Kleofas Oginski folgt als zweites Stück, danach Oberek von Grazyna Bacewicz und der Fantastische Krakauertanz von Ignacy an Paderewski. „Er ist einer der bekanntesten Komponisten Polens“, weiß Auszubildender Jan Riecke zu berichten.

Paderewski war auch Politiker

Er war nicht nur Komponist und Pianist, sondern auch Politiker. „Er stand nach dem ersten Weltkrieg an der Spitze der polnischen Regierung, war selbstlos und hat sein Eigentum geteilt“, sagt Riecke. Paderewskis Werke haben eine neoromantische Stilistik, die sehr oft zu klassischen Formen neigen.

Dort hört man auch Tanzformen wie Mazurkas, Kujawiaks oder Krakowiaks. Das Andante spianato und die Grande Polonaise Es-Dur op. 22 von Fryderyk Chopin beenden das Konzert nach Stücken von Henryk Wieniawski, Stanislaw Moniuszko und Wojciech Kilar.

Tickets sind im Vorverkauf an der Bürgerrezeption für 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) und an der Abendkasse für 13 Euro (ermäßigt 10 Euro) erhältlich. Die Plätze sind auf 60 Stück begrenzt.

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