„So perfekt kann man niemals planen“

NEUENRADE ▪ Die schicke Eisenbahnüberführung (Balver Straße/K14) ist fertig, doch herrscht Stillstand auf der Baustelle. Das ist durchaus Thema im Städtchen und wurde auch schon beim jüngsten Bauausschuss kritisch angesprochen (wir berichteten). Auch die SPD kümmert sich.

Fraktionschef Peter Müller hakte auch in seiner Eigenschaft als Kreistagsmitglied nach und räumt mit Bedenken auf. Demnach starte der Ausbau ab November und werde ein halbes Jahr dauern. Im Frühjahr werde der Verkehr dann wieder fließen.

Müller betonte, dass keine Gefahr bestünde, dass bei Starkregen eventuell der Trog voll Wasser laufe und dann nicht befahrbar sei. „Das kann nicht passieren, weil die Hönne, die in der Nähe verläuft, noch tiefer liegt, sodass das Wasser, welches sich im Trog sammelt einfach dorthin abgeleitet wird. Dabei ist noch nicht einmal eine Pumpeinrichtung notwendig“.

Eine Anwohnerin, Gisela Vonthien-Kellmann, ist angesichts der Planungen leicht genervt. Wenn doch die Bahn zügig ihr Bauprojekt durchgezogen habe, warum könne das nun bei der Anbindung an die K14 nicht geschehen. Sie muss nun noch länger einen Umweg in Kauf nehmen und jetzt komme auch noch der Winter. Man hätte doch eher ausschreiben können.

Bei Straßen NRW weist man die Kritik zurück. Michael Neumann, Projektleiter Straßen NRW äußerte sich gestern Nachmittag: „So perfekt kann man niemals planen“. Nun sei auch die Ausschreibung gelaufen und Neumann ist der Meinung, dass das so nun recht ordentlich gelaufen sei. Eine Firma sei gefunden. Bereits am Freitag gebe es ein erstes Abstimmungsgespräch mit einer Bauunternehmung aus Sundern. Neumann bestätigte Peter Müllers Angaben, nachdem er mit einem Baubeginn im November rechne.

Bei der weiteren Planung ist eine neue Zuordnung der K14 vorgesehen. Sie wird dann direkt über den Hüttenweg zur B 229 verlaufen. Hintergrund der Angelegenheit ist, dass durch diese Maßnahme die Küntroper entlastet werden sollen. Der Lastwagenverkehr gen Industriegebiet solle eben nicht mehr über das Zentrum Küntrops geführt werden, sondern durch das Industriegebiet via Hüttenweg. ▪ vdB

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