Peitschenknall sicherstellen

Sabine Rogoli. - Foto: Schnücker

Neuenrade - Wenn das 659. Getrüdchen vom 14. bis 16. März stattfindet, dann muss alles generalstabsmäßig vorbereitet sein. Für die Organisation und Marktleitung im Neuenrader Rathaus ist Sabine Rogoli zuständig. Seit Jahren teilt sie Einzelhändlern und Schaustellern auf den Meter genau mit, wo sie ihren Stand aufbauen können.

Aber auch anderes traditionelles Drumherum fällt in ihre Zuständigkeit. Und dazu zählt auch, dass die Peitsche mit der anhängenden Schnackelschnur in Bestzustand ist und das Gertrüdchen mit dem Peitschenknall (Samstag, 15. März, 10 Uhr Rathausbalkon) gut hörbar eröffnet werden kann. Was aber bis dato niemand wusste: Für den Fall des Falles gibt es eine zweite Schnackelschnur im Rathaus... .

Das gute Stück liegt in der Schreibtischschublade von Sabine Rogoli. „Vorsichtshalber haben wir vor einigen Jahren eine weitere Schnackelschnur für den Fall angeschafft, dass mit der eigentlichen Schnackelschnur und aus welchen Gründen auch immer, kein Peitschenknall zu hören ist“ wird die vorbeugende behördliche Miniinvestition begründet. Der Peitschenknall an sich ist auch für die Marktleiterin machbar. Wenn’s denn sein muss, wird kurzfristig im Büro unter Beweis gestellt, wie sich solch ein Peitschenknall anhört: „Aus dem Handgelenk heraus muss die Peitsche geschlagen werden“ verrät sie ihren praktizierten Sachverstand, den sie wahrscheinlich ein wenig von den bisherigen Peitschenknallern abgeschaut „und dann einfach mal probiert habe.“

Dabei hat die Peitsche einschließlich Schnackelschnur bei Gertrüdchen nur einen kurzweiligen Auftritt. Nach dem Verlesen der Bekanntmachungsproklamation durch Ausrufer und Stadtsoldat Bernd Uerpmann ist es dann Peitschenknaller Horst Kruse, der auf den Rathausbalkon die Peitsche schwingt und mit einigen Knallern das Gertrüdchen eröffnet. „Dann wird das gute Stück wieder für ein weiteres Jahr in der Amtsstube in die Ecke gestellt, um sich von der Knallerei zu erholen“ sagt Rogoli.

In dieser Woche ist sie dabei, dem Gertrudenfest den Feinschliff zu geben, der Lageplan mit Einzelhändlern und Schaustellern wird etwas umgestellt, weil sich in letzter Minute immer wieder Änderungen ergeben können.

Nach dem jetzigen Organisationsstand werden 60 Einzelhändler mit ihren Ständen präsent sein, 21 Schausteller werden ab kommenden Dienstag auf den ihnen zugeteilten Plätzen ihre Fahrgeschäfte (darunter erneut das Fahrgeschäft „X-Factor“) aufbauen.

Zusätzlich werden vor der Villa am Wall drei Stände aufgebaut (TuS Neuenrade / Fußballer, der türkische Frauenverein Karma und die Integrationsbeauftragte mit einem Infostand). Daneben werden zwölf Pferde an den Holzbalken angebunden sein, zusätzlich wird das Ponyreiten angeboten.

- Von Udo Schnücker

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