„Das wars mit der IG Stopp Fracking“

Paul Bludau.

Neuenrade -   Fleißig informierte Paul Bludau regelmäßig über das Thema Fracking, verteilte per Mail Information, kümmerte sich um eine Homepage. Doch die Resonanz war zuletzt mehr als mager. Jetzt existiert die IG Stopp Fracking MK wohl nicht mehr.

Die IG, welche sich im Frühjahr 2011 in Neuenrade gegründet hatte und gar auf Kreisebene gehievt wurde, war dabei mit recht großem Elan gestartet. Bei der Gründungsversammlung waren seinerzeit 18 Teilnehmer. Ein gutes Dutzend trug sich am Ende in die Liste der Interessengemeinschaft ein. Das Interesse indes an dem Thema Fracking nahm kontinuierlich ab. Zwischenzeitlich gab es noch hier und da Vorstöße wie ein Bürgerantrag an den Rat der Stadt Neuenrade sich an der Korbacher Resolution (Generelles Fracking-Verbot für Deutschland) zu beteiligen. Auch gab es den von Bludau zu verantwortenden Rundbrief. Mit dem auf aktuelle Entwicklungen hingewiesen und auf weiterführende Informationen verwiesen wurde.

Doch nun ist das Thema IG eben beendet. Paul Bludau schickte eine letzte Rundmail an einen 40- Empfänger starken Verteiler, nachdem er mutterseelenallein beim letzten Treffen war: „So, das war´s mit der IG Stopp Fracking MK. Gestern bei unserem Treffen war ich dieses mal allein. Davor waren wir zu Zweit oder zu Dritt“. Er habe keinen neuen Termin für ein Treffen vereinbart, weil er bei dieser Teilnahmebereitschaft nicht mehr weitermache. Er werde demnächst all seine Kontaktdaten im Netz entfernen und auch die Homepage abmelden. Wenn jemand weitermachen wolle, könne er sich die angesammelten Unterlagen bei ihm abholen.

Es gab auch die eine oder andere wortreiche Reaktion auf die letzte Rundmail. Jemand bedankte sich gar für das Engagement, schrieb, dass es sicherlich sehr frustrierend sei, für den Einsatz bei so einer wichtigen Sache, so wenig Anerkennung zu erfahren. Um dann zuzugeben, dass man die Mails meist nie gelesen habe. Ein anderer hatte die Mails gelesen, bedankte sich für die kritische Informationen und betonte indes, dass es sich lohne beständig weiter an solchen Themen zu arbeiten.

Wie dem auch sei: Dietrich Maurer, zuletzt einer der wenigen Mitstreiter bei der Initiative und bei den Treffen wohl meist dabei, bestätigte gestern, dass es mit der IG nun vorbei sei. Aber das bedeute nicht, dass man nicht wieder aktiv werde, wenn sich aktuelle Entwicklungen ergeben würden.

- Von Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare