Kulturprogramm mit Höhepunkten

Pasión de Buena Vista – Legends of Cuban Music.

NEUENRADE ▪ Das neue Kulturprogramm steht fest: Der Kulturausschuss segnete jetzt die Beschlussempfehlung für den Rat ab – und damit auch das Programm.

Reichlich tüfteln musste Kulturchefin Monika Arens, um mit dem Gesamtbudget von 60 000 Euro (inklusive Tafelmusik) ein ausgewogenes Programm mit zwölf Veranstaltungen zu stricken. Viel Recherche war im Vorfeld nötig, um die Mischung aus Theater, Show und Musik festzuzurren. Alle Tricks und Möglichkeiten wurden dabei genutzt, um innerhalb des Budgets zu bleiben. Jetzt steht das „Festival der Sinne“. Mit dabei sind Promis, nicht alltägliche Stücke, auch mal abseits des Mainstreams.

Die Kultursaison beginnt mit einem Paukenschlag: Mit der Pasión de Buena Vista – Legends of Cuban Music. Es ist die Ersatzveranstaltung für das wegen Erkrankung des Hauptakteurs abgesagte Vorstellung. Am 21. September bekommen die Zuschauer im Kaisergarten dann eine opulente, gefühlvolle Show zu sehen.

Auch heimische Gruppierungen haben wieder die Möglichkeit sich einem großen Publikum zu präsentieren. So wird wieder die Theatertruppe des Liederkranz mit einem Stück auftreten – welches, das steht noch nicht fest. Auch das traditionelle Weihnachtskonzert findet natürlich wieder statt. Gebucht hat Arens die Nostalphoniker (8. Februar) mit ihrem Programm, die an die Comedian Harmonists musikalisch erinnern aber auch nicht die historischen Hintergründe außer Acht lassen. Ein Stück, das seit zehn Jahren in London gut läuft und auch recht erfolgreich verfilmt wurde, ist „Die Frau in Schwarz“ (9. März). Dabei handelt es sich um eine spezielle Gespenstergeschichte, die mit viel technischem Aufwand von dem Ensemble Jacob Schwiers aufgeführt wird. LaLeLu (5. April) bedient all jene, die Spaß an der A-Capella-Comedy haben. „Ursart“ wird die Zuschauer mit Sicherheit zum Lachen bringen. Ebenfalls im Kaisergarten wird es im November dann noch ein Stück des Cocomico-Theaters geben. Damit kommen alte Bekannte in die Hönnestadt. Aufgeführt wird Bibi Blocksberg – das Musical.

Im Kulturschuppen wird dann ein besonderer Gast auftreten. Der Spaßmacher Henes Bender wird am 13. September eine sogenannte Vorpremiere geben. Beginn ist um 19.30 Uhr. Bender wirbt schon für den Auftritt und es gibt schon reichlich Anfragen bei Monik Arens. „Dabei haben wir noch gar keine Karten gedruckt“, sagt die Kulturbeauftragte und amüsiert sich. Bleibt noch auf die Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Soirée in der Villa am Wall hinzuweisen. Im August gibt es ein Konzert der Stipendiatin des Märkischen Kreises, Hanna Rabe. Im Januar nächsten Jahres spielen Eligiusz Badura und Hubertus Wycik auf. Und nicht zu vergessen: Der goldene Vogel – ein Licht- und Schattenspiel vom Theater der Dämmerung (Februar) spielt in der Villa.

Auch die Affelner Altarmusik wird natürlich nicht vergessen. Unter dieser Rubrik gibt es mit Daniel und Christian Wolf ein Konzert in der Affelner Kirche. Titel: von Barock bis Klezmer.

Bleibt noch zu erwähnen, dass gestern das leicht veränderte Gesamtbudget einstimmig verabschiedet wurde. Einen zaghaften Vorstoß in Richtung Mehreinnahmen machte die FWG, vertreten durch Peter Stein. Der, welcher Theaterspielen als Hobby angibt, sprach vom Luxus, den sich Neuenrade hier leiste. Da müsse man über einen höheren Beitrag der Kulturbegeisterten nachdenken. Steins Beitrag blieb unkommentiert. ▪ Peter von der Beck

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