CDU und Grüne in Neuenrade

Partner nicht einig über geplanten Solarpark

Auch in Küntrop könnte ein großer Solarpark entstehen. Der Investor Entegro hat zusammen mit der Enervie als möglichem Betreiber sein Interesse an einer rund zehn Hektar großen Fläche verkündet.
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Auch in Küntrop könnte ein großer Solarpark entstehen. Der Investor Entegro hat zusammen mit der Enervie als möglichem Betreiber sein Interesse an einer rund zehn Hektar großen Fläche verkündet.

Die Neuenrader Bündnisgrünen und die CDU Neuenrade sind sich bei manchen Projekten uneins. Dabei hatten die beiden Fraktionen kurz nach der Kommunalwahl im September ihre Zusammenarbeit angekündigt. Doch die Kooperation läuft derzeit nicht so richtig rund.

Neuenrade ‒ Dass Grüne und CDU uneins sind, ist beim geplanten Solarpark-Projekt in Küntrop zu erkennen. Das Unternehmen Entegro möchte bekanntlich zusammen mit dem Energieversorger Enervie als Betreiber der Anlage, Photovoltaikmodule auf einer Fläche von rund zehn Hektar ab dem Küntroper Bahnhof hönneabwaärts bis zum Flugplatz errichten.

Bei diesem Projekt will die CDU-Fraktion nichts überstürzen, geht hier sehr zurückhaltend zu Werke, versucht die Kosten-Nutzen-Rechnung für die Stadt aufzumachen, mahnt mögliche Flächen für die Industrie an und will noch Feedback aus der Bevölkerung zu dem Projekt. Und verkündet das alles im Rahmen einer umfassenden Pressemitteilung.

Grüne drücken aufs Tempo

Nur kurze Zeit später reagiert Bündnis 90/Die Grünen mit der Mitteilung, dass die Grünen in Neuenrade jetzt den Zeitpunkt für gekommen halten, „dass der Rat die Planungsverfahren für den Solarpark in Küntrop einleitet“. Die von der CDU aufgeworfenen Fragestellungen würden im Rahmen der Änderung von Bauleitplanung, Flächennutzungsplan und gegebenenfalls Regionalplan ausgiebig bearbeitet.

„Ich kann das Zaudern und Zögern der CDU hier nicht verstehen“, sagte Christiane Vollmer, Fraktionschefin der Grünen, auf Nachfrage der Redaktion. Zudem sei bei einer Realisierung des Solarparks ohnehin eine Bürgerbeteiligung vorgesehen. Und die Grünen bieten sich ebenfalls den Bürgern an: „Für Anregungen und Bedenken der Neuenrader bezüglich der Solarpark-Planungen stehen die Grünen als Ansprechpartner zur Verfügung.“

Vollmer: „Sehr konstruktive Zusammenarbeit“

Dabei bewertet Christiane Vollmer die Zusammenarbeit mit der CDU bisher als „sehr konstruktiv“. Die Neuenrader CDU hatte ihren Anspruch auf den Posten eines Sachkundigen Bürgers im Ausschuss für Natur, Klima, Nachhaltigkeit und Forsten zugunsten der Grünen abgegeben. Es gab einen gemeinsame Antrag – „das Grünkonzept für Neuenrade“.

Vollmer hat zudem klar gemacht, dass sich die Zusammenarbeit mit der CDU auf eine Reihe von bestimmten Projekten beschränkt. Der Solarpark gehört offensichtlich nicht dazu.

Hantelmann: „es gibt keinen Dissenz“

Der CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann sieht in Sachen Solarpark Küntrop allerdings „keinen Dissens“ mit den Bündnisgrünen. Da gebe es quasi nur Unterschiede in der Reihenfolge des Verfahrens. Die Grünen würden die Diskussion und Abwägung eben im Rahmen eines späteren Verfahrens sehen. Hantelmann betonte, dass man mit den Grünen eine Zusammenarbeit eingegangen sei – aber eben keine Koalition. „Es gibt viele Projekte, die wir da gemeinsam umsetzen möchten“, so der Fraktionschef der Christdemokraten.

Wie diese Zusammenarbeit im Detail nun künftig aussieht und um welche Projekte es sich dabei handelt, das wollen die beiden Kooperationspartner noch im Detail präsentieren.

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