Diskussion im Stadtrat um einen Eimer Farbe

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Symbolfoto

Neuenrade - Verschnupft reagierte SPD-Fraktionschef Thomas Wette in der Ratssitzung am Mittwoch, als sich abzeichnete, dass wieder ein SPD-Antrag abgelehnt werden könnte. Dabei schien der Antrag einfach, nachvollziehbar und mit geringem Kostenaufwand durchzuführen.

Die Sozialdemokraten hatten gefordert, die Parkplätze der Dritten Straße, die an den Brunnenplatz angrenzen, zu verbreitern. Dazu müssten nur Markierungen aufgebracht werden. Schließlich sei das auch schon gegenüber an der Zweiten Straße geschehen.

Doch Bürgermeister Antonius Wiesemann hatte Einwände. Der ganze Platz werde doch im Rahmen des Städtebauförderprogramm überplant, deshalb sei da nichts geschehen.

Auch CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann sagte, dass das Anliegen gut und richtig sei. Andererseits sei diese Maßnahme ja schon im Programm drin. Bernhard Peters, FWG-Fraktionschef, fand den Antrag sehr gut. „Das können wir beschließen.“

Angesichts des Widerstandes von CDU und Bürgermeister Wiesemann sagte Wette entnervt: „Das ist ein Eimer Farbe – und die Überplanung steht erst für 2021 auf der Agenda. Daher: Ich mache das auch selber.“

Klaus Peter Korte, Bauamt, kalkulierte die Kosten überschlägig mit 500 Euro („Zwei Mann, halber Vormittag, Farbe“).

Heinz Friedriszik von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Neuenrade, bemerkte: „Wenn die Überplanung erst in drei Jahren realisiert wird, dann sollten wir das machen.“ Auch Claudia Kaluza (FDP) meinte, dass man jetzt in den einen Eimer Farbe investieren könne. Ich parke da immer, ich will nicht warten.“

Doch: Die Angelegenheit wird noch einmal im nächsten Bauausschuss besprochen. Dann gibt es Details über die Kosten.

Von Peter von der Beck

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