Papiertiger in der Kiku

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Wie Papier geschöpft wird, zeigt der Künstler Thomas Ohm in der Kiku-Kunstwerkstatt. Er leitet das Projekt Papiertiger, dass sich an Schüler der Getrudenschule richtet. ▪

NEUENRADE ▪ Geraldo reißt die Zeitung weiter in kleine Stücke. „Gleich reicht‘s aber.“ Der Eimer vor dem Zehnjährigen füllt sich nach und nach.

Parallel befüllt Thomas Ohm einen Wasserkocher. Mit dem kochenden Wasser übergießt der Künstler die Zeitungsschnipsel. Mit einem Bohrmaschinen Quirl verrührt er alles zu einer braunen dickflüssigen Masse.

Dann füllt er kaltes Wasser hinzu und beginnt mit einem Sieb die Papierfasern aufzufangen. Vorher hat er noch einen Holzrahmen um das Sieb montiert. „Damit wir nachher auch ein richtiges Blatt Papier haben“, erklärt Thomas Ohm.

Nach wenigen Schöpfdurchgängen ist die gesamte Siebfläche voll. Nun geht‘s zum Trocknen.

Ohm: „Mit dem Projekt wollen wir den Kindern zeigen, wie eine Zeitung recycelt wird. Aus dem gewonnen Papier können wir wiederum etwas herstellen.“

Das gesamte Projekt, das in der Kiku-Kunstwerkstatt läuft, haben die Initiatoren um Irmhild Hartstein Papiertiger getauft. Ohm leitet als freier Dozent das Projekt, das auf die Kooperation von Verein und Schule setzt.

Bereits zum fünften Mal wird nun ein Konzept der Kiku durch das NRW-Programm „Kultur und Schule“ gefördert.

Das neue Förderprojekt, das das Kiku-Team für die Gertrudenschule konzipiert hat, startete nun in der Kunstwerkstatt. Altersgemäß soll mit Papier in allen möglichen künstlerischen Ausdrucksformen gearbeitet werden. Dazu gehört beispielsweise Papierschöpfen.

Den Anfang machen nun Schüler aus den fünften und sechsten Klassen, danach folgen die siebten und achten und zum Ende des Projekts die neunten und zehnten Klassen mit der gleichen Anzahl von Schülern, sodass insgesamt 18 Kinder und Jugendliche gefördert werden können.

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