Besondere Ausstellung im Stadtpark

Pandemie-Stille statt Gertrüdchen-Trubel in Neuenrade

Ab dem eigentlichen Gertrüdchen-Wochenende präsentiert die Werdohler Künstlerin Annette Kögel ihre Pandemie-Ausstellung in der Hönnestadt.
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Ab dem eigentlichen Gertrüdchen-Wochenende präsentiert die Werdohler Künstlerin Annette Kögel ihre Pandemie-Ausstellung in der Hönnestadt.

An dem Tag, an dem normalerweise auf dem Wall und in der Gertrudenpassage der alljährliche Festtrubel beginnen würde, heißt es in diesem Jahr „Ruhe, jetzt ist Pandemie“.

Die Werdohler Künstlerin Annette Kögel zeigt ab Freitag, 19. März, bis zum 31. März ihre Bilder, die seit Mitte des vergangenen Jahres bis Ende Februar während der Corona-Pandemie entstanden sind. Auf dem Weg vom Eingangstor der Villa am Wall durch den Stadtpark sollen die großformatigen Bilder an speziellen Vorrichtungen aufgehängt werden.

Seit Mitte August 2020 hat Kögel Pandemie-Motive geschaffen. Die Bilder regen zum Nachdenken an, sie spiegeln das Wechselbad der Gefühle wider, dem sich viele Menschen seit dem Beginn der Corona-Zeit ausgesetzt sehen. Manche Motive sind bedrückend; etwa das scheinbar einsame Kind, das vor einem düsteren Hintergrund hockt und fest ein Stofftier an sich drückt.

Insgesamt 34 Kunstwerke

34 Kunstwerke sind es insgesamt, einige hat Kögel speziell für die Ausstellung in Neuenrade geschaffen: Zum Beispiel die Stadtsoldaten mit Peitsche und Glocke, die nur von hinten zu sehen sind und von dannen ziehen – ohne das Gertrüdchen 2021 anzukündigen.

Einige Werke der Pandemie-Ausstellung waren 2020 bereits in Werdohl zu sehen.

Da coronabedingt keine Führungen angeboten werden, und jeder die Ausstellung auf eigene Faust erkunden kann, plant Kögel neben jedem Bild QR-Codes anzubringen. Diese Codes können mit dem Handy abgescannt werden und führen jeweils zu Motiv-Informationen.

Kunstwerke werden jeden Tag neu aufgehängt

Damit die Kunstwerke vor Vandalismus geschützt sind, sollen sie morgens auf- und abends abgehängt werden. „Bernd Buntenbach hat sich dazu bereit erklärt“, bedankt sich Annette Kögel. Der Neuenrader werde diese Arbeit gemeinsam mit zwei geflüchteten Menschen übernehmen, die in der Hönnestadt leben. Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Neuenrade und dem Forum Neuenrade, dessen Vorsitzender Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) ist.

Die Freiluft-Ausstellung soll am Donnerstag, 18. März, aufgebaut werden und ab dem Folgetag bis Ende März jeweils von etwa 10 bis 17 Uhr zu sehen sein – auch samstags und sonntags. Die Bilderstrecke beginnt an der Villa am Wall, führt durch den Stadtpark und endet in der Gertrudenpassage. Führungen werden coronabedingt nicht angeboten, Eintritt wird nicht erhoben.

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