Hof Otte-Wiese beim Gertrüdchen vertreten

Hof Otte-Wiese mit Pferden beim Gertrüdchen vertreten

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Auf ihrem Hof hat sich Familie Otte-Wiese dem Springsport verschrieben, auch Tochter Bo (rechts) trainiert schon fleißig.

Neuenrade - Wahre Springsport-Größen auszubilden, das ist die Passion von Klaus Otte-Wiese und seiner Frau Kim. Auf ihrem Hof in Blintrop reifen junge Pferde heran, bis sie die Familie im Alter zwischen acht und neun Jahren verlassen und bereit für den „großen Sport“ sind. 

Klaus Otte-Wiese ist überzeugt – wenn man einem Pferd Zeit gibt und es gut behandelt, kann es über sich hinauswachsen. 

Der Blintroper muss es wissen, schließlich hat er selbst eine große Erfahrung im Springsport. „Es ging immer weiter bergauf“, erklärt Otte-Wiese. Angefangen habe es mit dem sogenannten M-Springen, also der mittelschweren Anforderung. Schließlich habe er an S-Springen teilgenommen, dann auch gewonnen. 

Sauerland- und Westfalenmeister

So habe er im weiteren Verlauf seiner Karriere Deutsche Meisterschaften und Nationenpreise geritten. „Das ist so etwas wie ein Länderspiel im Fußball“, erklärt der mehrmalige Sauerland- und Westfalenmeister. 

Auf dem Hof der Familie Otte-Wiese leben aktuell 15 Pferde. Neben der Ausbildung züchtet der Reitsportler, zusammen mit seinem Vater, auch eigene Pferde. Vier Fohlen habe er aus seiner ersten Erfolgsstute gezüchtet, berichtet Otte-Wiese. 

Während die ersten beiden Nachkommen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt hätten, sei das dritte Pferd gerade in der Ausbildung und ein Liebling seiner Frau. 

Kim Otte-Wiese ist aus den Niederlanden nach Blintrop gekommen. Kennengelernt hat sich das Paar, wie sollte es anders sein, auf einem Reitturnier. 

Betreuerin für holländische Topreiter

Der Reiterverein Hellefeld, Klaus Otte-Wieses Heimatverein, veranstaltet jährlich ein großes Turnier, zu dem auch internationale Teilnehmer kommen. So auch die studierte Pferdewirtin aus Maastricht, die dort ihren späteren Ehemann kennenlernte. Auch die Niederländerin hat Turniererfahrung und fungierte als Betreuerin für holländische Topreiter. 

Mittlerweile hat das Paar drei Kinder, neben Bo und Moritz auch den jüngsten Familienzuwachs Paul. Tochter Bo sitzt mit ihren zehn Jahren bereits fest im Sattel und arbeitet so schon an der nächsten Generation erfolgreicher Reiter. 

Überhaupt dreht sich bei der Familie alles „ums Pferd“. Hauptberuflich arbeitet Klaus-Otte Wiese als Vertreter für Derby-Pferdefutter und hilft Besitzern bei der richtigen Nahrungseinstellung ihrer Tiere. Beim Gertrüdchen gibt es für die jungen Besucher deswegen pferdegerechte Leckerlis in verschiedenen Geschmacksrichtungen. 

Jugendarbeit im Fokus

Für die Zukunft hat Otte-Wiese indes auch einen Plan. Er möchte verstärkt auf Ponys und die Kooperation mit Schulen und Kindergärten setzen. Die Jugendförderung sei wichtig, die Kinder könnten so Kooperation zwischen Mensch und Tier lernen und müssten Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen. „Ich halte das für eine super Sache“, betont Otte-Wiese. Der Reitsport habe viele positive Faktoren und ein hohes Potenzial. 

Das Sauerland habe sich seiner Meinung nach indes als Reitsportgebiet in den vergangenen Jahren Respekt erarbeitet. Früher noch Randgebiet zwischen den großen Pferdesportstätten im Münsterland und Holstein gebe es heute in der Region einige namhafte Reiter und Sportstätten.

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