Funkenflug und viel Matsch an Neuenrader Osterfeuern

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Eine matschige Angelegenheit war der Aufenthalt am Osterfeuer nicht nur in Affeln, sondern auch andernorts. Die Kinder hatten aber ihren Spaß daran.

Neuenrade - Gleich an mehreren Stellen im Neuenrader Stadtgebiet haben am vergangenen Wochenende die Osterfeuer gebrannt. Während die Mitglieder des Löschzuges Stadtmitte bereits für Samstag zu ihrer Veranstaltung in die Südstraße eingeladen hatten, folgten die Dörfer am Sonntag.

Zum dritten Mal kamen die Neuenrader Bürger am vergangenen Samstag an die Südstraße, um dort das Abbrennen des Osterfeuers zu erleben. Zuvor hatte es aufgrund von Vandalismus eine lange Pause gegeben. „Da die Nachfrage seitens der Bevölkerung aber groß war, haben wir die Tradition wieder aufgenommen“, so Hendrik Raphael vom Löschzug Stadtmitte.

Das Wetter hat in jedem Fall mitgespielt. So konnten die Besucher ein Getränk oder auch ein leckeres Nackensteak oder eine Bratwurst bei Sonnenschein und anfangs auch noch angenehm warmen Temperaturen genießen.

Auch auf den Dörfern traf man sich, um die traditionellen Osterfeuer niederzubrennen. In Küntrop versammelten sich rund 200 Dorfbewohner zum Klönen und Steak essen. Doch auch der nass-kalten Witterung mussten die Besucher Tribut zollen; mit dem Ergebnis, dass die Kinder schon nach kürzester Zeit mit Matsch beschmiert waren. Durch die starken Regenfälle am Morgen waren rund um den gestapelten Holzhaufen viele Pfützen entstanden, an denen die Kinder ihre wahre Freude hatten.

Leonhard und Otto haben am Samstag das Osterfeuer an der Südstraße besucht.

Hingegen hatten die Feuerwehrleute damit zu kämpfen, das nasse Holz überhaupt zum Brennen zu bringen. Mit Hilfe eines Gasbrenners schafften sie es nach geraumer Zeit dann doch, so dass am Ende riesige Qualmwolken über den Feldern und den Wald aufsteigen konnten. „Rund fünf Stunden kann dieser Haufen abbrennen“, so die Feuerwehrleute. Die Hitze könne aber noch bis zu zwei Wochen lang anhalten.

In Affeln nutzte die Feuerwehr Fackeln, um das Osterfeuer anzuzünden und während die Wehr das Osterfeuer zum Brennen brachte, freuten sich die Kinder über Stockbrot, welches über einer riesigen Feuerschale gebacken werden konnte.

Gespannt warteten die Kinder, aber auch die Jugendlichen darauf, dass die auf der Spitze des Osterfeuers platzierte Judas-Figur in Flammen aufging. Diese Tradition wird in einigen Dörfern alljährlich beibehalten. Auch in Affeln sprangen die Kinder durch die Pfützen und warfen immer wieder liegen gebliebene Äste und Stöcke zurück ins Feuer.

Einen tollen Funkenflug konnten die Zuschauer beim Altenaffelner Osterfeuer beobachten. Hier traf sich die Dorfgemeinschaft und wärmte sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich mit Glühwein und Sliwowitz.

Die Blintroper hatten sich in diesem Jahr entschlossen, den Standort zu ändern und platzierten das Osterfeuer aus diesem Grund an der alten Schule in der Dorfmitte. Auch dort kam man gemütlich zusammen, um zu klönen und das Osterfest traditionell ausklingen zu lassen.

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