Ortsumgehung Neuenrade: So ist der aktuelle Stand

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Die orangene Linie zeigt die geplante ortsnahe Trassenführung.

Neuenrade - Die neue Planung rund um die ortsnahe Umgehungsstraße für Neuenrade ist in vollem Gange.

Wie Klaus Gillmann, Projektleiter Planung beim Landesbetrieb Straßen.NRW, mitteilte, wird ein Großteil der Unterlagen noch einmal überprüft. Etliche Gutachten müssen erneuert werden, weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert haben. „Einiges an Mindestparametern hat sich verändert,“ sagte Gillmann. Dabei werde zwar auch die Trasse der Streckenführung tangiert, jedoch nur in geringem Maße. Da gehe es um zwei bis drei Meter an Abweichungen, sonst würde alles in etwa so bleiben. 

Derzeit in Vorbereitung sei das Verkehrsgutachten (inklusive Verkehrszählung, die wiederum für innerörtliche Kreiselprojekte genommen werden kann), auch beim Umweltgutachten komme alles auf den Prüfstand – die „faunistische Planungsraumanalyse“ sei in Arbeit. Dabei geht es schlicht darum, wie sich das Straßenbauprojekt auf die ansässigen Arten/Artengruppen auswirkt. Zudem würden sich die Landschaftsgutachter derzeit die Gegend anschauen und die Vermessungsarbeiten seien vergeben worden. 

Kreisel als neuer Aspekt

Wesentlicher neuer Aspekt sei aber eben der geplante Kreisverkehr auf der Bundesstraße 229 vor Küntrop, der die K14 (Hüttenweg) südlich von Arens & Hilgert mit der geplanten Umgehungsstraße verbinden soll, erläuterte Gillmann. Irgendwelche Zeithorizonte nannte der Planer nicht. Zudem verwies er darauf, dass ja auch noch die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen müsse. 

Seitens der Bürgerinitiative B229n, welche „eine ortsferne und billigere Trasse“ befürwortet, sieht man die Entwicklung gelassen. Dass der geplante Kreisel in Küntrop bei der Herrichtung der Straßen offensichtlich nicht vorbereitet worden sei, empfindet der Vorsitzende, Professor Dr. Peter Renvert als Steuergeldverschwendung, zudem kritisiert er nach wie vor die fehlende Anbindung der geplanten Ortsumgehung an die Neuenrader Innenstadt, die Trassenführung hält er ohnehin für falsch. So würde die Straße „direkt hinter dem neuen Kindergarten“ entlang führen. 

Vernichtung von Flächen?

Die Ortsumgehung würde zudem dringend benötigte Flächen für Bebauung vernichten. Der Südhang wäre doch ideal für neue Häuser. Da solle man vielleicht doch an die nächsten 50 Jahre denken. Aber wenn die Umgehung da wäre, dann könne man zumindest auf „schön“ im Zusammenhang mit Neuenrade verzichten. 

Renvert verweist darauf, dass das Planfeststellungsverfahren entscheidend sei. Dann würden die neuen Daten und Fakten vorliegen. Er bezweifelt jedenfalls, dass das alles nun schnell voran gehe. „Seit zehn Jahren“ sage man ihm jedes Jahr, dass das Verfahren im kommenden Frühjahr beginne. 

Bürgerinitiative bleibt wachsam

Gleichwohl bleibt die Bürgerinitiative wachsam. Gerade wird die Homepage modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Und Renvert vergisst nicht, auf drängendere Projekte wie das Medizinische Versorgungszentrum zu verweisen. Da gelte es, etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen

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