Schützen verbessern Kassenlage um 949 Prozent

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Der neu gewählte Vorstand der Neuenrader Schützengesellschaft um ihren Vorsitzenden Björn Sip (zweiter von links).

Neuenrade - Die im Jahr 2015 vorgenommenen personelle, strukturellen und organisatorischen Veränderungen in der Neuenrader Schützengesellschaft haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlt. Peter Petzold, Kassenwart, stellte Zahlen während der Jahreshauptversammlung am Freitag vor, auf die die Schützen stolz sein können: Der Kassenstand vor dem großen Umbruch vor zwei Jahren betrug 7890 Euro, aktuell sind es jetzt 74 822 Euro. Auf die Steigerung von 949 Prozent stießen die Schützen gerne an.

Zu dem jetzigen Vermögen trugen eine Steuererstattung in Höhe von 8500 Euro und die mit Hilfe des Vereinsjustitiars Mark Hantelmann ermöglichte Vollstreckung gegen den ehemaligen Festwirt Schäfer bei. Mit den von ihm gezahlten 16 000 Euro ist der seit 2015 geltende Rechtsstreit beigelegt.

Die Schützengesellschaft sei, so der Vorsitzende Björn Sip, wieder in ruhigere Gewässer und auf Kurs gebracht worden. „Wir können auf ein sehr geschäftiges Jahr zurück blicken“, fasste er zusammen. Und jetzt seien „Macher“ gefragt, denn es stünden noch einige Renovierungsarbeiten rund um den Schießstand an. So werden am 4. November der Zaun und auch die Blenden abmontiert. In den darauf folgenden Wochen sei dann die Fällung der Bäume erforderlich.

Die Weichen für das Schützenfest 2018 sind mit der Verpflichtung des jetzigen Festwirts schon gestellt, ebenso mit der Festmusik. Die „Amigos“ aus Garbeck stehen nach 2015 am Schützenfest-Samstag wieder auf der Bühne, das Schützenfest wird mit „Querbeat“ am Sonntag beendet. Gegen einen Schützenfest-Samstag nach bayerischer Art sprachen sich die Mitglieder mehrheitlich aus. Es soll weiterhin traditionell nach sauerländischer Art gefeiert werden, so das Fazit des Meinungsaustausches.

Nichts zu bemängeln gab es an der neuen Fassung der Satzung, in der die bisher geltende Altersbeschränkung für eine Aufnahme ab 15 Jahren wegfällt. Mitglieder können jetzt also schon mit der Geburt aufgenommen werden. Handlungsfähiger wird der Vorstand, der geschäftsführend jetzt um den zweiten Vorsitzenden und den zweiten Geschäftsführer erweitert wird. Im Arbeitsausschuss sind nun auch der zweite Vorsitzende, der zweite Geschäftsführer und der zweite Kassenwart vertreten.

Der Vorstand stellt sich nach den Wahlen wie folgt zusammen: Siegfried Putz bleibt zweiter Vorsitzender, Peter Petzold erster Kassenwart. André Jürgens wurde als Kompaniechef der Unterstadt bestätigt, Tim Grendel als Spieß der Oberstadt. Einen neuen Orgaoffizier haben die Neuenrader, denn Alfons Schlotmann stellte sich nach neun Jahren nicht mehr zur Wahl. Für ihn rückte Dirk Weber nach. Und weil dieser damit als Platzmajor nicht mehr zur Verfügung steht, wurde Klaus Filter als sein Nachfolger gewählt. Neues Beiratsmitglied ist Tobias Kroner; damit arbeiten jetzt 33 Mitglieder im Offizierskorps.

In diesem Jahr ist die Schützengesellschaft noch einmal öffentlich aktiv und zwar beim Weihnachtsmarkt am Stadtgarten am 9. Dezember, wenn sie warnen Sliwowitz ausschenken werden. Die Herausforderung für die Neuenrader Schützengesellschaft ist die Reaktion auf den demografischen Wandel, denn erstmals fiel die Mitgliederzahl mit 1957 unter die 2000er Marke (2016: 2016 Mitglieder). Im Vorstand werden Konzepte erarbeitet, die im nächsten Jahr vorgestellt werden.

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