Für ordentliche Versorgung unverzichtbar

NEUENRADE ▪ Sollte das Balver Krankenhaus schließen, wäre die Bevölkerung der Stadt Neuenrade bei der ärztlichen Versorgung erheblich eingeschränkt. Davon ist Bürgermeister Klaus Peter Sasse überzeugt. Er fasste das Szenario unter einem Kommentar zusammen: „Das wäre sehr, sehr schlimm.“

Der Bürgermeister, welcher sowohl im Förderverein des Balver Krankenhauses als auch im Förderverein des Werdohler Krankenhauses ist, skizzierte die Situation in dem sich die Neuenrader befinden. So sei die Sache mit der Versorgung quasi zweigeteilt. Die Bürger der Ortsteile Küntrop oder Affeln seien schon traditionell mehr in Richtung Balver Krankenhaus orientiert. Der übrige Teil der Bevölkerung orientiere sich in Richtung Werdohler Krankenhaus. Wegen der großen Stadtfläche sei auch das Notfallsystem fein austariert worden, um hier im Notfall keine lebensgefährlichen Wartezeiten zu haben. So würden eben die Ortsteile wie Küntrop via Rettungswache aus Balve flott versorgt. Hier sei eine sehr schnelle Anbindung in Notfällen vorhanden.

Sasse, der nach eigenen Angaben auch die betriebswirtschaftlichen Zahlen für das Krankenhaus sehr gut kenne, bezeichnete das Balver Hospital als „kleines und feines Haus“ und dieses Balver Haus sei für eine ordentliche Versorgung auch der Neuenrader unverzichtbar. Die Geschäftsführung des Krankenhauses müsse Maßnahmen bündeln und mit Kreativität angehen. All jene die Einfluss nehmen könnten müssten sich an einen Tisch setzen und überlegen, wie es zu bewerkstelligen sei, dass das Krankenhaus erhalten bleibe. Sasse sagte: „Uns in Neuenrade ist sehr daran gelegen, dass beide Krankenhäuser weiter erhalten bleiben“.

Stadtbrandinspektor Karsten Runte kommentierte das Schließungsszenario aus seiner Sicht. Demnach würden im Fall der Fälle natürlich „die Wege weiter“. Es würde besonders bei Einsätzen in den Ortsteilen länger dauern, bis ein Notarzt vor Ort wäre. Runte: „Als First Responder können wird die Zeit natürlich nur überbrücken, bis ein Arzt kommt“. Runte erinnerte auch an die Möglichkeit, dass die Feuerwehr in Balve röntgen lässt. Auch sei die Nähe des Balver Krankenhauses sehr nützlich, wenn es um Schulunfälle oder Betriebsunfälle gehe. ▪ Peter von der Beck

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