Die optimale Kombination gewinnt den Wettbewerb

Hannah Schroeder präsentiert den favorisierten Entwurf.

NEUENRADE ▪ Eine Ausschreibung, fünf beteiligte Architektenbüros und fünf gänzlich unterschiedliche Entwürfe, wie das ehemalige Gelände der Firma Vaterland am Stadtgarten 4 und 6 zukünftig aussehen könnte. Ein durch die Echterhage-Immobilien GmbH und Co. KG initiierter Architektenwettbewerb brachte eine facettenreiche Auswahl an Ideen hervor.

Nun wurden die Entwürfe von einem Beurteilungsgremium samt sachkundiger Berater in Augenschein genommen und bewertet. Die Vorgaben waren relativ unverbindlich gehalten. Zum einen sollte aufgrund der starken Nachfrage eine große Anzahl barrierefreier Wohneinheiten entstehen, zum Teil als öffentlich geförderte beziehungsweise als frei finanzierte Mietwohnungen. Zusätzlich sollten in dem Objekt sechs bis zehn Eigentumswohnungen und so genannte Gruppenwohnungen für gehandicapte Menschen untergebracht sein. Gewerbliche Flächen und Büroeinheiten rundeten die Ausschreibung ab.

Verwaltungsbau abreißen, Denkmal integrieren

Zu Beginn der Planungen entschied sich die Firma Echterhage dafür, den Komplex neben dem denkmalgeschützten Teil, in dem zu Vaterland-Zeiten die Verwaltung untergebracht war, abzureißen. Ein Umbau wäre zu aufwändig gewesen. Auf dieser Fläche hatten die Architekten dann relativ freie Hand bei der Planung. Mit der Villa im Hintergrund und dem denkmalgeschützten Altbau als Basis, enstanden Entwürfe von sehr modern bis zum perfekten Kompromiss. „Ich glaube, die Neuenrader Innenstadt wird von dem Projekt profitieren“, zeigte sich Ruth Echterhage von dem Siegerkonzept überzeugt.

Architekten Brößkamp aus Münster liefern stimmigen Entwurf

Das Architektur-Büro Brößkamp aus Münster hatte den geäußerten Wünschen der Initiatoren offenbar genau zugehört und dann seine ganze Erfahrung ins Konzept einfließen lassen. Die Dachform des denkmalgeschützten Altbaus findet sich im benachbarten Neubau wieder. Mittels einer Spange, in der das Treppenhaus untergebracht ist, schließt sich der gewerblich geprägte Gebäudeteil an. Kontrastreich, aber dennoch homogen, präsentiert sich der Entwurf aus Münster, den Ruth Echterhage gern mit einer mittelalterlichen Burganlage vergleicht. Einzeln, aber geschickt gekoppelt bilden die Gebäude ein interessantes wie funktionales Ensemble. Der Komplex wirkt nicht zu verdichtet, weist die beste Ausnutzung der Fläche vor und grenzt die unterschiedlichen Bereiche optimal voneinander ab, wie Ruth Echterhage feststellte.

Zahlreiche Anfragen liegen vor

Mehr als 180 Wohnanfragen liegen bereits vor, die Attraktivität des Konzept scheint bereits jetzt weit über die Stadtgrenzen hinaus zu strahlen. Der Siegerentwurf wird heute Nachmittag dem Neuenrader Bauausschuss vorgelegt. Wenn alles reibungslos läuft, wäre ein Bezug Ende 2011 möglich – aufgrund der Komplexität des Vorhabens ist das aber eine echte Herausforderung. ▪ Markus Jentzsch

Echterhage Holding: http://www.e-holding.de

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