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„Olympia in Neuenrade“ kommt gut an

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Von: Peter von der Beck

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Übungen mit Medizinball in der Sporthalle.
Übungen mit Medizinball in der Sporthalle. © von der Beck, Peter

Die Rahmenbedingungen sind bestens für die zehn Kinder: Eine große Sporthalle, eine Trainerin und ein Trainer, jede Menge Bälle, Sport unter fachlicher Anleitung, warmes Mittagessen aus dem Kaisergarten, Getränke und Obst für zwischendurch und viel Bewegung.

„Olympia in Neuenrade“ ist das Pilotprojekt überschrieben.

Daniel Schwebe, sportaffiner Erziehungswissenschaftler im Kinder- und Jugendhilferessort der Stadt, ist sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl. „Für ein Pilotprojekt ist das sehr gut. Ohnehin ist die maximale Teilnehmerzahl auf 15 ausgelegt.“ Das Projekt läuft im Rahmen der NRW-Aktion Extra-Zeit zum Lernen. „Wir haben uns beworben, weil wir den Kindern ein motorisches Angebot präsentieren wollten“, so Schwebe. Die sportliche Betätigung habe ja während der Pandemie gelitten. Aufhänger sei eben Olympia. Ballsportarten, bei denen man die Hände einsetzen müsse, seien dort gut vertreten. Beispiele seien neben Handball auch Beachvolleyball oder die neue Disziplin 3x3-Streetbasketball.

Koordinationsvermögen wird trainiert

Daniel Schwebe ist durchaus bestrebt, Sportarten jenseits des großen Kolosses Fußball zu fördern und freut sich daher, dass den Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren das sportliche Angebot gut gefällt. Das Geschlechterverhältnis zwischen Jungen und Mädchen stimmt. Sie üben das Werfen mit dem Ball und trainieren so ihr Koordinationsvermögen, verbessern ihre Hand-Auge-Koordination. Das alles sei auch gut fürs Gehirn, neue Synapsen würden gebildet, wenn die Kinder fachlich gut angeleitet werden.

Trainer Lars Acktun.
Trainer Lars Acktun. © von der Beck, Peter

Das beherrschen Lars Acktun aus Hagen und Bettina Spelsberg aus Altena. Spelsberg freut sich, dass sie Beweglichkeit und Koordination der Kinder fördern kann. Und auch Lars Acktun hat sichtlich Spaß daran. Für die Kinder ist manche Übung durchaus schwierig zu bewältigen. Slalomlauf mit Balldribbling per Hand empfinden Sarah, Lilly, Noah und Nadine als anspruchsvoll. Sie haben schon ihre Vorlieben während des Trainings entdeckt: Basketball und die Übung mit dem Medizinball empfinden sie als gut. Vorwärtsrolle ist für die älteren Mädchen hingegen „zu einfach“. Auf die Frage, ob irgendetwas dabei ist, was ihnen gar nicht gefällt, antworten sie: „Nichts ist doof.“

Die kompletten Ferien sind abgedeckt

Mit den Olympischen Spielen in Neuenrade und dem Ferienspaß-Angebot deckt das Kinder- und Jugendressort der Stadt die kompletten Sommerferien ab – und die kompletten Herbstferien auch noch. Im Herbst gibt es eine Woche lang Ferienspaß und eine Woche Hand- und Balltraining.

„Auf das Komplett-Angebot „sind wir stolz“, sagt Kurt Maurer, der sich um die Organisation kümmert. In der kommenden Woche gibt es noch einmal Olympia in Neuenrade. Dafür sind noch Plätze frei. Montags bis freitags, von 10 bis 16 Uhr ist Sport mit Händen und Bällen, es gibt ein Mittagessen, auch sonst sind die Kinder mit allem versorgt. Die Teilnahme ist kostenfrei, lediglich für Mittagessen ist ein Obolus zu entrichten. Weitere Infos und Anmeldungen unter der Rufnummer 02392/69350 oder per E-Mail an k.maurer@neuenrade.de.

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