Oikocredit informiert über Mikrofinanzierung

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Giesela Menden erklärte der Dritten-Welt-Gruppe jetzt die Arbeitsweise von Oikocredit.

Neuenrade - Mikrofinanzierung und Mikrocredite sind sicherlich keine gängigen Alltagsbegriffe. Wie es funktioniert und was genau dahinter steckt, darüber informierte die Mitarbeiterin von Oikocredit Giesela Menden jetzt im evangelischen Familienzentrum. Der Arbeitskreis Dritte Welt, der selbst schon seit mehr als einem Jahrzent Mitglied bei Oikocredit ist, lud zu dieser Infoveranstaltung ein.

Bei dieser Art von Finanzierung werden benachteiligte Menschen – meistens Frauen – unterstützt, um ihnen die Gelegenheit zu geben, aus der Armut zu entfliehen. Sie bekommen die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz mit zum Beispiel einem Marktstand, Nähladen oder einem anderem Kleingewerbe aufzubauen.

Warum Kredite statt Spenden? Menden erklärte: „Bei Spenden erfolgt größtenteils eine Über- und Unterordnung, während bei Krediten beide Teilnehmer auf Augenhöhe sind.“ Jeder, der eine gute Idee vorweisen könne, die wirtschaftlich tragfähig sei, bekomme einen Kredit und müsse dafür keine Sicherheiten vorlegen. Das Projekt an sich werde geprüft und sei die Sicherheit selbst.

Seit der Gründung von Oikocredit 1995 gibe es mittlerweile weltweit 52 000 Investoren, die viele dieser Projekte ermöglicht hätten und zur FairTrade beisteuerten. Viele Kirchen, Gemeinden, Verbände und Weltläden unterstützten Oikocredit, aber auch Privatpersonen könnten ihr Geld dort anlegen.

Von Andrea Michels

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