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OGS-Erweiterung und alter Baumbestand: Konflikte zeichnen sich ab

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Von: Peter von der Beck

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Der alte Baumbestand kann nach den bisherigen Planungen nicht vollständig erhalten bleiben. Welche Bäume betroffen wären, wird noch nicht verraten.
Der alte Baumbestand kann nach den bisherigen Planungen nicht vollständig erhalten bleiben. Welche Bäume betroffen wären, wird noch nicht verraten. © Peter von der Beck

Die Pläne – wenn auch nicht die finalen – für die Erweiterung der Burgschule im Rahmen der Ausweitung der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) werden auch auf ausdrücklichen Wunsch des Ausschussvorsitzenden Malik Neuhaus (FWG) am Montag, 6. Dezember, dem Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales präsentiert.

Auch Zeichnungen werden dann zu sehen sein. So soll deutlich werden, inwieweit die Pläne den auf dem Grundstück vorhandenen Baumbestand tangieren.

Dort, rund um die Villa an der Poststraße – mittlerweile im Besitz der Stadt –, gibt es eine große, sehr alte Buche, eine alte Eiche und auch noch eine große Linde, deren Krone recht weit über den Altbau der Schule ragt. Klar scheint bis jetzt zu sein, dass nicht alle Bäume die Erweiterung der Schule überstehen werden. Welche Bäume tangiert sind, will die Verwaltung bislang nicht verraten. „Erst soll die Politik die Pläne sehen, eine vorherige Veröffentlichung ist nicht in deren Sinne“, sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger. Es sei eben insgesamt ein Diskussionsprozess unter Beteiligung von Experten der Grundschule, Offener Ganztagsschule und den dabei zu berücksichtigenden pädagogischen Belangen. Auch baurechtliche Erfordernissen fließen mit ein. Das alles habe zur jetzigen Planung geführt, erläuterte der Bauamtsleiter. Er betonte: Der Erhalt des Baumbestandes spiele bei den Plänen selbstverständlich genauso eine Rolle, wie die Bedürfnisse einer wachsenden Schule und ein möglicher Erhalt der alten Villa. Bis zum Ende des Jahres sollen die grundsätzlichen Pläne quasi genehmigungsreif vorliegen.

Baumbestand wird zum Politikum

Dabei hat sich insbesondere die Sache mit dem alten Baumbestand inzwischen zu einem Politikum entwickelt. So haben sich Anwohner, Aktivisten, Bündnisgrüne und interessierte Bürger unter dem Label Baumfreunde zusammengefunden. Deren Bestreben ist es natürlich, auch diese Bäume zu erhalten. Unter anderem gelang es ihnen, Bauamtsleiter Henninger einzuladen, der etwas zu den Plänen sagen sollte. Die Bündnisgrüne Christiane Vollmer schien dabei nicht ganz zufrieden nach dem Gespräch mit Henninger. „Der hat sich total bedeckt gehalten.“ Dass eben die Planungen nicht transparent genug seien und möglicherweise die Maßnahme baumerhaltend nicht als Vorgabe für die Planer gemacht wurde, empfinden Vollmer und Co. als Manko.

Baumfreunde fordern Nachbesserungen

Vollmer ist der Meinung: „Da muss man wirklich noch einmal in die Diskussion einsteigen.“ Man werde wohl einen Antrag stellen, auf Fortführung der Planungen „unter größerer Bürgerbeteiligung“. Da möge man alle Betroffenen „mit ins Boot“ holen. Zuvor hatte sie noch betont, dass es beim Erhalt der Bäume auch um deren Wirkung auf die Umgebung einschließlich Tierwelt (Käuze) gehe.

In der Ausschussvorlage – die vorbereiteten und erläuternden Dokumente der Verwaltung – steht nun, dass der bebaute Bereich möglichst begrenzt werden sollte, um möglichst viel zusammenhängende, nutzbare Außenfläche im Bereich der Poststraße zu erhalten. Gemäß der aktuellen Pläne kann „der Baumbestand leider nicht vollständig“ erhalten werden. Es sei zudem ein Baumsachverständiger eingeschaltet, der den Zustand der Bäume untersuchen und eine Empfehlung für Planung und Bauausführung abgeben soll. Auch das könne Änderungen hervorrufen.

Trafohäuschen muss weg

Klar scheint, dass zumindest ein größeres Trafohäuschen abgerissen wird – mit Auswirkungen auf den Baumbestand.

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