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OGS-Ausbau: Darum dürfte bis zum Baustart noch viel Zeit vergehen

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Von: Peter von der Beck

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Die Burgschule beherbergt die OGS.
Die Burgschule beherbergt die OGS. © von der Beck, Peter

Es soll eine Erweiterungsbau werden, der Jahrzehnte halten soll. Die Planungen für den Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS), die im Gebäude der Burgschule untergebracht ist, laufen.

Ab 2026 haben Eltern auf die OGS eine Rechtsanspruch. Ingenieurin Brigitte Neuhaus kümmert sich bei der Stadt in Abstimmung mit der Schule, Planern und unter Beachtung der Rahmenbedingungen um das Projekt. Noch in diesem Jahr sollen die Entwürfe „baugenehmigungsreif sein“, sagte die Ingenieurin der Stadtverwaltung.

Neuhaus arbeitet eng mit allen Beteiligten zusammen, sie will aber noch keine Details verraten. Klar ist, die OGS-Erweiterung soll dabei für bis zu 250 Kinder passen. Derzeit sind es 75. In der Nachbarschaft der Schule wurden deshalb angrenzende Grundstücke erworben.

Pädagogische Anforderungen spielen eine Rolle

Dabei spielen pädagogische Anforderungen selbstverständlich auch in die Planungen für die Schule mit rein. Ingenieurin Neuhaus verweist auf das „fraktale Lernen“. Demnach machen Lehrkräfte gewisse Vorgaben, die Kinder ziehen sich dann beispielsweise mit Tablett oder Laptop zurück und bearbeiten eigenständig die Themen. Zudem werde mit Whiteboard und diversen Endgeräten gearbeitet. All diesen pädagogischen Vorgaben müsse man natürlich auch baulich in Form von vielen Gruppenräumen entgegenkommen. Auch entsprechend Platz werde daher benötigt. Klar sei auch, dass es einen Außenbereich/Schulgarten geben werde, der von den OGS-Kindern genutzt werden könne, wenn bei Gertrüdchen oder Schützenfest der Schulhof blockiert sei. Entscheidende Rollen würden natürlich auch das Brandschutzkonzept und die Barrierefreiheit spielen.

Pläne sollen Anfang 2022 präsentiert werden

Der Erarbeitungsprozess sei jedenfalls in vollem Gange: Schulamt, Bauamt, Pädagogen und später auch die Politik würden eingebunden. Anfang des Jahres könnten dann in den politischen Gremien die Pläne präsentiert werden, hieß es dazu schon in der vergangen Ratssitzung.

Bis es richtig voran kommt, kann es aber dauern. Zwar ist Fördergeld für die Planungen im Rahmen des „beschleunigten Ganztagsausbaus“ geflossen. Weiteres Fördergeld liegt allerdings auf Eis. Denn: Der Bund muss mit den Ländern einen entsprechende Vereinbarung schließen, dann muss das Land Förderrichtlinien erarbeiten und dann erst kann Geld beantragt werden. Derzeit hat man in Berlin allerdings andere Dinge zu tun, zum Beispiel Regierungsbildung.

Bis Baubeginn wird also noch reichlich Wasser die Hönne hinunterfließen.

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