Offene Waldorfschule - Eindrücke in Hülle und Fülle

Werkkundelehrer Stefan Baum erklärt die Besonderheiten eines Schnitzwerkzeuges. - Fotos: Jentzsch

Neuenrade - Wenn die Neuenrader Waldorfschule zum Tag der offenen Tür einlädt, dann stehen den interessierten Besuchern auch wirklich alle Türen offen. Am Samstagvormittag war es mal wieder so weit, am Remmelshagen flanierten die Gäste von Haus zu Haus, von Tür zu Tür.

Im Birkenhaus fand nicht nur die offizielle Begrüßung statt, inklusive eines Auftritts des Schulchores, gleich nebenan ist die Werkstatt beheimatet. Dort führte Werkkundelehrer Stefan Baum nicht nur Kinder und Jugendliche in die Kunst des Schnitzens ein, er versorgte die Besucher seiner Werkstatt mit einer Vielzahl von Geschichten und Informationen rund um die Handwerkskunst. Er wusste unter anderem zu berichten, warum ein besonderes Schnitzwerkzeug mit einer außergewöhnlichen Klinge ausgestattet ist, die einen extrem harten Kern und eine weiche Außenschicht besitzt. „Weil sehr harte Dinge sehr schnell brechen“, erklärte er einem wissbegierigen Probanden. Eine Technik, die aus Skandinavien stammt. Dort, wo die Temperaturen im Winter sehr niedrig sind, brachen die harten Klingen zu leicht. Also mussten sich die Nordländer etwas einfallen lassen.

Einblicke in die Tiffany-Technik bekamen die Interessierten eine Tür weiter vermittelt. In der Kreativwerkstatt wurden Gläser geschliffen und anschließend kunstvoll mit dem Lötkolben in einer Fassung eingebettet. Teilweise arbeiteten drei Generationen gleichzeitig an ihren individuellen Kunstgegenständen.

Wie es sich für einen Tag der offenen Tür am Remmelshagen gehört, stehen den Eltern auch die Türen zu den „normalen“ Klassenräumen offen. Vorführunterricht von der ersten bis zur 13. Klasse gab es im Angebot. Schreiben, Rechnen, aber auch Physik, Handarbeiten und Religion standen auf dem Stundenplan. Ein Angebot, das bei den potenziellen „Kunden“ hoch im Kurs stand.

Beim Tag der offenen Tür durfte aber nicht nur ausprobiert und zugeschaut werden, im Rahmen eines Workshops „Zukunftstag – Ideen für unsere Schule“ beschäftigten sich die Teilnehmer mit einer Vielzahl von Aspekten rund um die pädagogische Einrichtung.

Wie üblich luden die Organisatoren der Veranstaltung zum Abschluss des Tages zu einem Forum ein, standen den Eltern dort Rede und Antwort.

Von Markus Jentzsch

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