Offene Gärten im Ruhrbogen: Rita Gierse macht mit

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Vor allem die Rosen wollen regelmäßig geschnitten werden. ▪

AFFELN ▪ Einen berühmten Engländer kann Rita Gierse zu den Gästen in ihrem Garten zählen: William Shakespeare. Allerdings ist der Dramatiker nur der Namensgeber einer Rose, die üppig und dunkellila in ihren gemischten Rabatten blüht. Am heutigen Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr können alle Gartenfreunde Shakespeare und Co. persönlich kennenlernen, denn im Rahmen der Offenen Gärten im Ruhrbogen öffnet Gierse ihr 350 Quadratmeter großes Paradies am Bernhard-Neuhaus-Weg 10 in Affeln. Von Annabell Niemand

Neben William Shakespeare blüht und duftet Ferdinand Pichard – ebenfalls eine englische, allerdings rosa-weiß gestreifte Rose. Umschmeichelt werden die Engländer von Katzenminze, Zierlauch und Fingerhut. Das farbliche Konzept ist klar: rosa-weiß mit ein bisschen blau. Das ganze Ensemble wird von einer kleinen Buchsbaumhecke umrahmt. Kein Wunder, dass man bei diesem Anblick unwillkürlich an einen englischen Country-Garten denken muss. Denn auch der zeichnet sich durch üppige Staudenrabatten in abgestimmten Farbkombinationen und überschwänglich blühenden Rosen aus. Der Garten von Rita Gierse wirkt sehr natürlich. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass er, etwa durch den immergrünen Buchsbaum, geschickt gegliedert ist.

Der Gartenliebhaberin ist es sehr wichtig, dass der Garten nicht „architektonisch“ wirkt. Sie mag es „üppig“ – wenig Erde, viel Blüte, kein Stein und Beton. Da Gierses Vorstellungen sehr konkret waren, als sie 2005 begann die Außenanlagen anzulegen, nahm sie von der Planung bis zum Sparten alles selbst in die Hand. „Ich mache alles nach meinem Empfinden von Schönheit“, erzählt sie. Ideen holt sie sich in Zeitschriften, in offenen Gärten und Parks, bei Bundes- und Landesgartenschauen. Eine besondere Vorliebe hat Rita Gierse für Herbstanemonen. „Ihre weiß-rosa Töne mit Perlmuttglanz sind ein Traum.“

Jede freie Minute verbringt sie im Garten – zum Arbeiten oder Entspannen. Ja, auch gepflegt werden will er: „Es gilt der Grundsatz: Der Garten will jeden Tag seinen Gärtner sehen.“ Dabei denkt die 55-Jährige auch an die Umwelt: „Zur Giftspritze greife ich nicht.“ Außerdem hat sie ihre eigene „Düngerfabrik“, ihren Komposthaufen.

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