An der Oberhofstraße fallen rund 30 Bäume

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Auch eine alte Kirsche im Borketal musste weichen. Sie war so morsch, dass die Äste und der Stamm nur noch wenig Halt hatten. Beim Sägen entstand mehr Staub als Späne. 

Neuenrade - An der Oberhofstraße (L842), zwischen Küntrop und Affeln wurden und werden Donnerstag und Freitag rund 30 Bäume gefällt oder beschnitten – sie gefährdeten den Verkehr.

Im Auftrag der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen.NRW waren Mitarbeiter der Firma Hauschulte-Oberdick damit befasst. Dabei kam es zwischenzeitlich zu Verkehrsbehinderungen. Autofahrer mussten jeweils warten, bis ein Baum gefällt war, dann durfte wieder ein Schwung durchfahren. 

Das Fällen ging dabei erstaunlich schnell. Das Unternehmen aus Vosswinkel hatte für die Fällarbeiten einen Spezialbagger mit Fäll-Kopf im Einsatz. Dabei handelt es sich um einen gabelartigen Greifer, an dem eine Säge montiert ist. Die Auslage des Baggers beträgt dabei 13 Meter, was für die Bäume der Oberhofstraße ausreichte. Bei den gefällten Bäumen handelt es sich um Eschen und Maulbeerbäume. Auch eine Kirsche wurde gefällt. 

Ersatzpflanzungen geplant

Für die gefällten Bäume werden laut Landesbetrieb Ersatzpflanzungen vorgenommen. Auch wurden die Arbeiten im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises abgestimmt. „Es gab einen Ortstermin, bei dem die Bäume angezeichnet wurden,“ sagte Fachagrarwirt Lars Schmidt. Tree Technician (Fachkraft für Baumpflege) Sven Kottsieper und eben Schmidt, beide Straßen.NRW, waren vor Ort, um sich an der Oberhofstraße die Arbeiten des Subunternehmers anzusehen. Bei den gefällten Bäumen zeigten die im Kern verfärbten Stämme, dass sie nicht gesund waren. 

Der Fäll-Kopf im Einsatz.

Zweimal jährlich (einmal in belaubtem und einmal in unbelaubtem Zustand) würden die Bäume kontrolliert. So will man Krankheiten und Gefahrenpotenzial erkennen. An der Landstraße fällt das ins Ressort von Straßen.NRW als Straßenbaulastträger. Bei der Kontrolle der Bäume würden auch Dinge wie „die Höhe-Dicke-Relation“ eine Rolle spielen – und eben Krankheiten wie das Eschentriebsterben (Pilzerkrankung) mit seinen Folgeerscheinungen. Davon waren auch die Eschen an der L 842 betroffen. 

Holz geht an ein Kraftwerk

In der Kuhle des Borketals musste direkt neben dem Hotelrestaurant Zur Borke auch eine Kirsche weichen. Der Baum war so morsch, dass der Stamm schon fast von alleine auseinanderfiel. Die Bäume wurden neben der Straße abgelegt und anschließend von einer Großhäcksler zerkleinert. Das Holzmaterial wird im Biomasseheizkraftwerk Erndtebrück verbrannt. Dort wird damit Strom erzeugt, auch ein Pelletwerk ist angeschlossen.

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