Gespräche und Werksführung

NRW-Minister Laumann besucht Neuenrader Drahtwerk

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Karl-Josef Laumann (links) und Christel Voßbeck-Kayser informierten sich unter anderem bei Daniel und Theo Wingen (2. und 3. von links) über die Drahtherstellung in dem Neuenrader Betrieb.

Neuenrade - Landesminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich ein Bild von der heimischen Wirtschaft gemacht: Mit Christel Voßbeck-Kayser hat er das Neuenrader Drahtwerk Elisental besucht.

Im Gespräch mit Bürgermeister Antonius Wiesemann (ebenfalls CDU) und Vertretern des Drahtwerks Elisental erörterten Christel Voßbeck-Kayser, Bundestagsabgeordnete der CDU und Kandidatin für die im September anstehende Wahl, und Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Themen der Arbeitsmarktpolitik.

Der Blick war natürlich auch auf die Bundestagswahl am 24. September gerichtet: „Ich schätze die Arbeit von Christel Voßbeck-Kayser sehr“, sprach Karl-Josef Laumann seine Wahlempfehlung aus.

Als ein drängendes Problem der Metallbranche sieht er den Nachwuchsmangel. „Wer will heute noch Drahtzieher werden?“, konstatierte der Minister im anschließenden Pressegespräch. „Wir müssen der Gesellschaft klar machen, dass auch Menschen, die nicht jeden Tag im Anzug zur Arbeit kommen, Respekt verdienen.“

Lob für gemeinsame Ausbildungsmesse

Ein Baustein dazu sei es, die jungen Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, enger mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Eine Ausbildungsmesse, wie sie Neuenrade gemeinsam mit Werdohl veranstaltet, sei ein wichtiger Schritt dorthin, fügte Voßbeck-Kayser hinzu.

Besonders lag den Politikern auch die Flexibilisierung von Arbeit am Herzen. Einigkeit herrschte am Freitag darin, dass Angelegenheiten wie die Arbeitszeit häufig nicht durch branchenübergreifende Regelungen, sondern in Absprache der Tarifpartner geregelt werden müssten.

Laumann spricht von Macht der Gewerkschaften

In dem Zusammenhang hob Minister Laumann die Macht hervor, die Gewerkschaften wie der IG Metall seiner Auffassung nach haben. Um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können, helfe aber vielfach auch das direkte Gespräch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Zum Gespräch mit anschließender Betriebsbesichtigung trafen sich im Drahtwerk Elisental Betriebsleiter Fred Wissenbach, Bürgermeister Antonius Wiesemann, Geschäftsführer Theo Wingen, Minister Karl-Josef Laumann, Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser, Geschäftsführer Daniel Wingen sowie Finanz- und Personalleiter Christof Bergmann (von links).

Auch das Thema der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt war den Beteiligten wichtig. „Wir möchten denen, die arbeiten können und wollen, eine Perspektive bieten“, machte Elisental-Geschäftsführer Daniel Wingen klar.

Mit der 3+2-Regelung, nach der Flüchtlinge nach der dreijährigen Ausbildung zwei weitere Jahre in Deutschland bleiben dürfen, wenn sie weiter beschäftigt werden, sei das Land auf einem guten Weg, lobte Voßbeck-Kayser.

Werksbesichtigung mit Minister und Abgeordneter

Dem Drahtwerk sei es nicht nur darum gegangen, bestimmte Themen anzusprechen, erklärte Geschäftsführer Daniel Wingen: „Wir wollten dem Minister auch zeigen, wie wir als mittelständisches Unternehmen in Südwestfalen arbeiten.“

Bevor es für Laumann und Voßbeck-Kayser weiter zum nächsten Termin ging – der Terminkalender ist eng gestrickt – stand deshalb noch eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm, bei der die Werksvertreter Antworten auf die vielen Fragen der Politiker gaben.

Zum ersten Mal ein Minister als Gast

„Wir haben die Themen ansprechen können, die uns wichtig waren“, betonte Wingert. „Und natürlich war es eine Ehre, zum ersten Mal einen Minister im Betrieb zu Gast zu haben.“

Der Meinung ist auch Bürgermeister Antonius Wiesemann, dem nach eigener Aussage besonders das Handwerk und die Berufsorientierung am Herzen liegen. Auch Minister Laumann zeigte sich zufrieden mit seinem Besuch in Neuenrade: „Es war ein wirklich schöner Termin.“

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