Stadtmarketing: N’euro ist eine Erfolgsgeschichte

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Horst Hanke (links), Bürgermeister Antonius Wiesemann, Christiane Frauendorf (Geschäftsführerin Stadtmarketingverein) und Kathrin Dickel (Kassiererin Stadtmarketingverein, rechts) präsentieren das N’euro-Projekt.

Neuenrade - Kein Zweifel: Diese Wertgutscheine sind eine Erfolgsgeschichte. Der N’euro kommt gut an in der Hönnestadt. So ist eine erstaunliche Summe in den nun elf Jahren seines Bestehens umgesetzt worden.

Anlass genug, um die Einführung dieses speziellen Tauschmittels zu feiern: „Die 200 000er Marke wurde geknackt“, berichtete die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins und Verwalterin des N’euro, Christiane Frauendorf, im Rahmen eines Pressegespräches.

Das Gute dabei ist, dass fast die gesamte Summe auch bei den Neuenrader Dienstleistern, Gastwirten und Einzelhändlern umgesetzt wurde, nur 18 000 bis 20 000 N’euro schlummern noch in den Neuenrader Schubladen. Doch auch die werden sicher peu à peu ausgegeben. Wie auch immer, eines ist sicher beim N’euro: Die Wertschöpfung erfolgt in Neuenrade und nicht irgendwo anders, wurde betont. Vor gut elf Jahren also wurde der Neuro kreiert.

Was genau der Ursprung zu der Idee war, daran konnte sich auch Horst Hanke nicht mehr genau erinnern. Vermutlich, so wurde es in einem Pressegespräch erläutert, kam das Ansinnen aus einem politischen Gremium, dem Stadtentwicklungsausschuss. Sehr genau wusste allerdings Horst Hanke, dass man eine gute Woche rund um das Projekt Wertgutschein getüftelt habe. Eine Mitarbeiterin hätte dann als es um die Namensfindung ging quasi im Vorbeigehen gesagt, dass der Wertgutschein doch ganz klar N'euro heißen müsse. Design und Farbgebung (rot und gelb) sei dann kein Problem mehr gewesen, sagte Horst Hanke.

Dass man einen langen Atem bei derartigen Projekten haben muss, zeigen die Zahlen vom Beginn des Projektes. „N’euros für 6000 Euro wurden verkauft und nur 500 N’euro eingelöst“, sagte Frauendorf. Das hat sich ja geändert. Derzeit sind 51 Unternehmen aus allen möglichen Branchen an dem N’euro-Projekt beteiligt. Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Mit dem N'euro kann man tanken, Haare schneiden, Fernseher kaufen, Essen gehen und noch viel mehr“. Wer N'euros haben will, kann sie bei der Neuenrader Volksbank im Märkischen Kreis und bei der Vereingten Sparkasse in Neuenrade erwerben.

Die Wert-Gutscheine gibt es dort als 5er, 10er, 25er und 50er-Noten. N’euros – ein schönes Geschenk und besser als simple Geldscheine – hieß es unisono im Rahmen des Pressegespräches Unternehmer, die sich an dem Neuro-System beteiligen wollen, müssen einmalig eine Art Organisations-/Verwaltungsgebühr bezahlen, die N’euro-Firmen erhalten zudem einen Aufkleber als Hinweis für die Kundschaft, dass dort mit N'euro bezahlt werden kann. Christiane Frauendorf kümmert sich um die Verwaltung des Neuro-Systems und zahlt auch an die Teilnehmer aus.

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