Neugestaltung des Neuenrader Stadtparks

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Ein trapezförmiges Sonnensegel soll im südlichen Teil des Stadtparkes einen Veranstaltugsort überdachen.

Neuenrade - Die 100 000-Euro-Spende für die Verschönerung des Neuenrader Stadtparkes ist schon lange auf dem Konto der Stadt Neuenrade eingegangen. Nun muss das Geld noch ausgegeben werden.

Wofür im Detail, das präsentierte Bauamtsleiter Marcus Henninger im jüngsten Bau-, Planungs- und Entwicklungsausschuss. Bürgermeister Antonius Wiesemann verriet dabei ein paar Details aus dem Spenden-Gespräch. Unter anderem, dass eine Konzertmuschel wohl nicht zur Diskussion stand. Wie auch immer: Grundidee ist, dass der ohnehin sanierungsbedürftige Bereich Stadtpark mit dem neu gestalteten Platz der Generationen und der neu gestalteten Ersten Straße optisch neu verbunden werden soll. Sozusagen soll die Angelegenheit abgerundet werden. Außerdem stand die Sanierung des Spielplatzes ohnehin auf dem Plan.

 Nun präsentierte Henninger das Konzept. Demnach soll der Park insgesamt offener und luftiger gestaltet werden. Es gibt neue Sitzgelegenheiten mit und ohne Lehne, auch Wellenbänke sind geplant. Vorgesehen ist es zudem einen Veranstaltungsplatz mit Sonnensegel zu schaffen, welches in der südwestlichen Ecke des Parkes platziert werden wird. Auch soll der Fußweg vom Spielplatz in Richtung Stadtgarten neu gestaltet werden. Eingefasst wird der neue Stadtpark teilweise mit niedrig wachsenden Hecken. Alles werde natürlich so gestaltet, dass Gertrüdchen und Schützenfest weiterhin mit diesem Areal so funktionierten.

 Anregungen gab es von Bernd Buntenbach (FWG). der verwies darauf, dass der Brunnen dort obsolet sei, eine plane Fläche ohne Brunnen könne besser gestaltet werden. Bürgermeister Weisemann verwies dazu auf den finanziellen Rahmen, der bei den geplanten Maßnahmen schon quasi ausgeschöpft sei. Detlef Stägert (FWG) sagte, dass man in dieser Angelegenheit auch noch mal mit den Schützen sprechen sollte. Und er verwies auf mögliche Probleme mit Jugendlichen, die es in der Vergangenheit schon mal im Schulhofbereich gegeben habe.

Frank Bäcker (SPD), sagte wiederum dazu, dass man doch nicht, nur weil hier und da ein Chaot auftrete, die Stadt verfallen lassen müsse. Bürgermeister Antonius Wiesemann ging auf das Thema ein. Sein Ansatz dazu sei es, den Jugendlichen Perspektiven zu bieten und verwies auf das Jugendzentrum, das sich gerade wieder etabliere, und aufsuchende Jugendarbeit werde es wohl auch wieder geben. Ernst Dierks (Sachkundiger Bürger, FDP) hatte Bedenken, dass sich – falls der Bereich am geplanten Sonnensegel zu dunkel bleibe – hier möglicherweise Dealer etablierten. Schon jetzt werde am Kreuz und am Waldstadion gedealt, „dass es nur so kracht“, behauptete Ernst Dierks mit vollem Ernst. Daher müsse der Park offen einsehbar sein.

Der Bereich, wo das Sonnensegel platziert werde, sei auch vegetationstechnisch offener und freier geplant, betonte Bauamts- und Ordnungsamtsleiter Henninger. Ob die Verwaltung denn nun so weitermachen könne, fragte Bürgermeister Wiesemann in die Runde. Das kann wohl so laufen, nur die Sache mit dem Sonnensegel, die will man noch mal genauer in den Fraktionen präsentieren.

Von Peter von der Beck

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