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Aufregende Blindverkostung: Neues Schützenfest-Bier steht fest

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Von: Michael Koll

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Aus mehreren Biersorten konnten die Schützen am Samstagabend ihren Favoriten wählen. Letztlich entschieden sie sich dafür, dass Veltins auf Veranstaltungen der Schützenbruderschaft ausgeschenkt wird.
Aus mehreren Biersorten konnten die Schützen am Samstagabend ihren Favoriten wählen. Letztlich entschieden sie sich dafür, dass Veltins auf Veranstaltungen der Schützenbruderschaft ausgeschenkt wird. © KOLL

Im Rahmen einer Blindverkostung haben sich die Küntroper Schützen für ein neues Bier entschieden, das auf den Veranstaltungen ausgeschenkt werden soll.

Küntrop – Veltins ist das neue Bier, welches auf Veranstaltungen der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft ausgeschenkt wird. Im Rahmen der mehr als dreistündigen Jahreshauptversammlung erkoren die gut 50 anwesenden Mitglieder diese Marke bei einer Blindverkostung sowie einigen mit einem Augenzwinkern durchgeführten Smartphone-Umfragen mit einem letztlich überaus deutlichen Votum.

Begonnen hatte der Abend mit dem Start der Blindverkostung. Aus sechs Zapfhähnen wurden unterschiedliche Biersorten ausgeschenkt. „Ihr könnt heute auch halbvolle Gläser zurückgeben, was normalerweise ja ein Unding ist“, mahnte Vereinsvorsitzender Christian Stein zur Mäßigung. „Ich hätte nie gedacht“, gestand derweil ein Teilnehmer, „dass Biere überhaupt verschieden schmecken. aber da sind Unterschiede – man glaubt es nicht.“

Erst nach einer geraumen Zeit, enthüllte Bruderschafts-Vorsitzender Stein, „dass nur drei Marken aus den sechs Zaphfhähnen fließen“. Aus Kontrollgründen werde jede Sorte aus jeweils zwei Hähnen ausgegeben.

Und so kam es, wie es wohl kommen musste. Nachdem Stein noch später am Abend offengelegt hatte, dass bei der Verkostung Warsteiner, Krombacher und Veltins durch die Schützenkehlen floss, ergab eine Live-Umfrage per App, dass Krombacher sowohl Platz 1, als auch Rang 5 erreichte. Warsteiner nahm die Plätze 4 und 6 ein. Nur Veltins präsentierte sich mit den verbleibenden Rängen 2 und 3 konstant gut. Vorsitzender Stein frotzelte: „Vielen Dank für dieses Experiment, welches bewiesen hat, dass wir alle hier im Saal keine Feinschmecker sind.“

Zehn Jahre lang hatten die Küntroper Schützen Krombacher bei ihren Festen getrunken. Der Vertrag läuft nun am 31. Mai aus. Zwar hat die Bruderschaft zuletzt von der Brauerei noch eine 2000-Euro-Wiedergutmachung für das beanstandete Thekenteam erhalten, doch das Angebot für eine Vertragsverlängerung fiel nicht nach den Wünschen der Küntroper aus.

Nach und nach wurden die verschiedenen Biere an die Tische gebracht.
Nach und nach wurden die verschiedenen Biere an die Tische gebracht. © Koll, Michael

Sowohl Warsteiner als auch Veltins legten sich da weitaus mehr ins Zeug. Veltins lag bei seiner Offerte gleich doppelt vorne: Die künftige Vertragsbrauerei der St.-Sebastian-Schützen zahlt (im Vergleich zum bisherigen Anbieter) 32 Prozent mehr an Zuschüssen – etwa auch zum im Bau befindlichen Dorfcafé – und bietet zugleich das Fassbier um acht Prozent günstiger an.

Weitere Veränderungen rund um die Getränke, sorgen künftig bei den Küntroper Schützen für vollere Kassen: Die Thekenmannschaft wurde ausgewechselt. Die neue soll nicht bloß schneller zapfen als die vorherige, so die Erwartungshaltung, sondern bekommt zudem noch zehn Prozent weniger Provision als die bisherige.

Weiterhin beziehen die St.-Sebastian-Schützen ihren Gerstensaft zudem von Getränke Vogt in Vosswinkel, der 14 Prozent günstiger liefert. Bei den Softdrinks wechseln die Küntroper zu einer regionalen Marke (Afri Cola und Bluna) und sparen im Vergleich zum amerikanischen Pendant satte 23 Prozent ein.

„Wir verzapfen in unserer Halle im Jahr erfahrungsgemäß 100 Hektoliter Bier“, unterstrich Vorsitzender Stein die Bedeutung all dieser Entscheidungen. Mieter der Halle sind derweil künftig lediglich beim Bier gebunden, nicht aber bei den Softdrinks.

Beim nächsten Küntroper Schützenfest im Sommer werde – wie im Vorjahr – wieder kein Eintritt am Samstag erhoben. Der Bierpreis könnte voraussichtlich bei 1,80 Euro für 0,2 Liter liegen – so wie auch bei der Veranstaltung „Mein Dorf tanzt“, die am 28. Januar stattfindet und für die bereits mehr als 700 Eintrittskarten abgesetzt wurden. Mit dem Plettenberger Caterer Ochtendung verköstigt im Sommer ein neuer Essensanbieter die hungrigen Schützen. Einen Ersatz für das 2020 pandemiebedingt ausgefallene Schützenfest planen die Küntroper derweil nicht.

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