Neues Schieferdach für die Burgschule

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Die Burgschule ist wegen der Dacherneuerung eingerüstet.

Neuenrade - Staubig und laut wird es in den kommenden Wochen in der Burgschule: Der aus dem Jahr 1912 stammende, denkmalgeschützte Altbau bekommt ein neues Schieferdach.

 Derzeit steht an dem Gebäude ein großes Baugerüst. Eine Renovierung sei bei solchen Dächern immer wieder nötig, sagt Bauamtsleiter Marcus Henninger. „Über die Jahrzehnte ist es einfach schadhaft geworden.“ Wie alt die Substanz tatsächlich ist, kann er nicht sagen: Über mögliche Dachsanierungen in den vergangenen 105 Jahren gibt es keine Aufzeichnungen. Nicht überall sei das Originaldach noch vorhanden.

Henninger schätzt aber, dass sich selbst die Schieferteile, die zuletzt eingesetzt wurden, seit mindestens 60 Jahren auf dem Dach der Burgschule befinden. Für die dadurch notwendig gewordene Sanierung hat die Stadt rund 240 000 Euro aus eigener Kasse eingeplant. Zeitplan hängt vom Wetter ab Wenn alles nach Plan verläuft, dann sollen die Arbeiten in den Sommerferien abgeschlossen sein. Das ist aber auch vom Wetter abhängig, wie Marcus Henninger erklärt: „Die Arbeiter öffnen nur so viel Dachfläche, wie sie am gleichen Tag regendicht verschließen können.“

Nicht nur deswegen ist die Fertigstellung schwierig zu terminieren: „Das ist echte Handwerkskunst“, sagt Henninger. Verantwortlich dafür ist das Dachdecker-Unternehmen Mock aus Schmallenberg. Die Firma konnte selbst entscheiden, wann sie mit der Dachsanierung anfängt. Diese umfasst nicht nur die neuen Schieferplatten: Auch Rinnen und Blitzschutz müssen erneuert werden. Mit einer Dämmschicht aus Hanf soll das Dach energetisch optimiert werden, soweit das bei einem mehr als 100 Jahre alten Gebäude möglich ist. Einigermaßen luftig soll der Bau trotzdem bleiben, sagt Henninger weiter, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Das Tragwerk aus Holz bleibt größtenteils bestehen: Nur dort, wo Schäden sichtbar werden, wird es erneuert. Einschränkungen im Schulbetrieb Einschränkungen für den Schulbetrieb durch die Maßnahmen lassen sich nicht vermeiden: Die Arbeiter müssen die Schieferplatten auf das Dach nageln, außerdem kann es staubig werden. Für das Baugerüst ist ein Teil des Lehrerparkplatzes gesperrt. Eigentlich sollte die Dachsanierung schon im vergangenen Jahr stattfinden. Weil der Schule aber der Austausch der Fenster wichtiger war, wurde dieser vorgezogen. Statt der zwischenzeitlich eingebauten Kunststoff-Fenster gibt es seit dem vergangenen Jahr denkmalgerechte aus Holz.

Zum Jahreswechsel bekam die Grundschule zudem eine neue Heizungsanlage. Die alte Anlage war defekt und ein Austausch war ohnehin für die kommenden Jahre geplant. Die Verantwortlichen haben sich deshalb dafür entschieden, auch diese Maßnahmen vorzuziehen. Weitere Baumaßnahmen sind für die Sommerferien geplant. Diese werden neben der Burgschule vor allem auch die Hönnequell-Schule betreffen.

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