Neues Millionenprojekt im Neuenrader Innenstadt-Bereich

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Ruth Echterhage bei der Präsentation des Objektes.

Neuenrade  - Ein Mehrgenerationenquartier mit insgesamt 37 Wohnungen, Tagespflege und möglicherweise gar einer Arztpraxis könnte schon in zwei Jahren in der Neuenrader Innenstadt, nur einen Steinwurf vom Stadtgartenkomplex entfernt, im Bereich Hinterm Wall, realisiert sein.

Der Bauherr ist die VR Invest GmbH & Co. KG – eine Tochter der Volksbank im Märkischen Kreis. Die Projektentwicklung übernimmt ECO.Plan unter Federführung von Ruth Echterhage. Peter Bastian, Architekten BDA, sind ebenfalls involviert. Das Volumen des Projektes kann sich sehen lassen: Elf Millionen Euro. Dazu ist eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig, deshalb wurde das Projekt gestern im Planungs- und Bauausschuss der Öffentlichkeit präsentiert.

Das übernahm natürlich Eco-Plan-Geschäftsführerin Ruth Echterhage, die zudem berichtete, dass sie häufiger mit diesem Architekten zusammenarbeite. Das Areal ist insgesamt knapp 3300 Quadratmeter groß, die Wohnfläche wird rund 2630 Quadratmeter betragen. Die Fläche für die Tagespflege wird rund 350 Quadratmeter betragen, auch eine Teilfläche wird wohl für Praxisfläche (Allgemeinarzt) reserviert. Da gebe es Ansätze, die möglicherweise zum Tragen kämen, ließ Echterhage verlauten. Sie hoffe, dass das funktioniere.

Fördermittel für dieses geplante Objekt gebe es leider nicht, beantwortete Echterhage eine Nachfrage. Vorgesehen sind dort 17 Zwei-Zimmer-Wohnungen zwischen 50 und 60 Quadratmetern, 13 Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 70 und 85 Quadratmetern und auch sieben Vier-Zimmer-Wohnungen mit knapp 100 Quadratmetern. Die Wohnungszahl könne variieren, hieß es, je nach dem, ob die Arztoption funktioniere. Die Bebauung des Areals sei durchaus anspruchsvoll, sagte der Architekt bei der Präsentation seines Objektes, zumal hier gut zehn Meter Höhenunterschiede zu überwinden seien.

Das nutzt der Architekt aber, um mit Tiefgaragen dort zu planen. Was die oberirdische Bebauung anbelangt, wird es direkt am Wall ein Dreierensemble geben mit einem schönen Innenhof. Quasi eine Etage höher, abgefangen mit einer Bruchsteinmauer, schließen sich die drei weiteren Häuser mit den größeren Wohnungen an. Die werden von einer Zufahrt von der Straße Hinterm Wall erschlossen. Auch via Rötelsiepen ist eine Zufahrt möglich. Die Straße mündet direkt in eine Tiefgarage. Insgesamt stehen ober- und unterirdisch mehr als 100 Stellplätze zur Verfügung.

Die Planungen fanden fast unisono guten Anklang bei der CDU-Fraktion und bei der FWG. Auch der Bürgermeister, Antonius Wiesemann, befürwortete das Projekt vehement. „Wir benötigen Wohnraum in Neuenrade.“ Eine gewisse Skepsis schien es von der SPD zu geben, die sich auf mögliche Verkehrsprobleme bezog.

Von Peter von der Beck

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