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Neues Hotel auf dem Kohlberg beherbergt nur gefiederte Gäste

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Von: Peter von der Beck

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Horst Kruse mit seinem Sohn Max, der sich schon gerne um die Hühner kümmert.
Horst Kruse mit seinem Sohn Max, der sich schon gerne um die Hühner kümmert. © Peter von der Beck

Im Naherholungsgebiet auf dem Kohlberg zwischen Altena und Neuenrade hat jetzt ein neues Hotel eröffnet. Es beherbergt allerdings nur gefiederte Gäste. Die zahlen für Kost und Logis in Naturalien.

Neuenrade ‒ Kein Zweifel: Die Hühner scheinen sich zu amüsieren. Sie scharren und picken, sie sind zutraulich, neugierig und schauen überall nach Futter. Das eingezäunte Gehege ist großzügig und variabel angelegt. Der Pirk wird im zehntägigen Rhythmus versetzt. Zudem sind die Hennen ziemlich sicher vor tierischen Fressfeinden in Kruses rollendem Hühnerhotel untergebracht: Wenn es abends dunkel wird, gehen sie allesamt ohne Aufforderung in ihre Unterkunft, sitzen dort eben „wie Hühner auf der Stange“. Eine Stunde nach Sonnenuntergang senkt sich die automatische Klappe „nach Astro-Steuerung“, der nachaktive Fuchs hat keine Chance. Auch tagsüber haben sie Schutz genug. Ein Ziegenpärchen ist mit im Hühnerpirk. Der Effekt: Der Habicht bleibt wohl weg. So können die Tiere in Ruhe ihrem Tagwerk nachgehen – und Eier legen.

Das tun die 230 Hennen in „Kruses Hühnerhotel“, das passenderweise auch im Naherholungsgebiet Kohlberg just auf der großen Weide neben der Einfahrt zum unteren Wanderparkplatz liegt. Horst Kruse, der am Oberer Beuler Weg, im Bereich Neuenrade / Kohlberg auch eine erfolgreiche Pferdepension betreibt, will sich mit seinem Hühnerhotel „ein zweites Standbein aufbauen“. Rund 40.000 Euro hat er daher investiert und sich das Hühnerhotel angeschafft. Jetzt verkauft die Familie die Eier „für 35 Cent pro Stück,“ wie Horst Kruse erläutert. Am Eingang zum Kruseschen Hof ist ein gekühlter Automat, aus dem die Eier dann verkauft werden.

Lohmann brown heißt diese spezielle Hühnerzüchtung, die in der Regel auch braune Eier legt. Gestartet ist Kruse Ende August, Anfang September sind die Junghennen eingezogen und seit fünf bis sechs Tagen legen die Tiere wie erwartet ihre Eier.

Die Resonanz auf das Hühnerhotel sei bis jetzt ganz gut gewesen, sagt Kruse. Auch eine Kindertruppe zum Eiersuchen hatte er schon da.

Der Aufwand, um die Hühner zu pflegen, ist nicht ohne. Mehrmals am Tag schaut Horst Kruser – und gerne auch Sohn Max – nach dem Rechten und kümmert sich. „Ich habe gesagt, wenn wir etwas mit Tieren machen, dann machen wird das auch vernünftig.“

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