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Neuerungen und Vorsichtsmaßnahmen beim Schützenfest im Höhendorf

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Von: Andrea Kellermann-Michels

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Freut sich schon auf das Antreten zum Schützenfest in der kommenden Woche: Der Vorstand der Affelner Schützen.
Freut sich schon auf das Antreten zum Schützenfest in der kommenden Woche: Der Vorstand der Affelner Schützen. © Kellermann-Michels, Andrea

Nach zwei Jahren ohne Schützenfest ist die Vorfreude auf das Affelner Schützenfest umso größer. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Im Neuenrader Höhendorf kam der Hofstaat bereits zusammen, um Strohpuppen für das amtierende Königspaar Stefan und Katja Kemper aufzustellen und auch der Königsaar ist bereit für das Antreten am Freitagabend (8. Juli).

Affeln ‒ Ausgestellt ist der Vogel in der Bäckerei Tillmann, wo sich der Vorstand und König Stefan Kemper vergangene Woche mit dem Vogelbauer Andreas Kabath trafen, um das gute Stück entgegenzunehmen und zu betrachten. Zum ersten Mal hat der 19-jährige Schreiner in diesem Jahr den Vogel alleine gebaut. Er hat die Nachfolge seines Großonkels Alfons Rohrmann angetreten, der über viele Jahrzehnte den Affelner Schützenvogel fertigte. „Bereits vor zwei Jahren hat er mich in die Kunst des Vogelbauens eingearbeitet und mir Tricks und Kniffe gezeigt. Wichtig war jedoch der Hinweis immer einen Vogel in Reserve zu haben“, so der Altenaffelner Jungschütze.

2019 hatte der damals 16-jährige Andreas bereits die Insignien des Vogels für das anstehende Schützenfest fertiggestellt und sollte dann langsam in die Fußstapfen seines Großonkels treten. Doch Alfons Rohrmann verstarb kurz nach dem Schützenfest 2019 und Andreas war auf sich allein gestellt. Daher nahm er sich die Zeit und begann vor zwei Jahren bereits mit dem Bau des ersten Vogels. Um routinierter zu werden, baute er gleich mehrere Exemplare und verbrachte mehr als 35 Stunden mit dem Bau von vier Vögeln. „Anfangs fiel es mir sehr schwer die Flügel zu erstellen, aber durch die Schablonen, die mir Alfons hinterlassen hat, konnte ich mich gut einarbeiten.“ Eine Tradition und vor allem Kunst, welche weiterhin in der Familie fortgeführt werden kann. Denn bereits der Vater von Alfons Rohrmann, Wilhelm Rohrmann, und Großvater, der ebenfalls Wilhelm hieß, übten das Handwerk über mehr als ein Jahrhundert aus.

Traditionen sollen auch auf dem Affelner Schützenfest weitergeführt werden, obgleich es einige Veränderungen geben wird. „Wir freuen uns in diesem Jahr auf eine musikalische Veränderung“, so der erste Vorsitzende Detlef Schulte. „Der Musikverein Blau-Weiß Lichtringhausen wird uns in diesem Jahr erstmalig über das gesamte Schützenfest musikalisch begleiten.“ Tagsüber während der Umzüge und abends sorgt die Band Surround Sound mit Tanzmusik für Stimmung. Die traditionellen Umzüge mit Königspaar und Hofstaat werden wie gewohnt stattfinden und auch auf einen Zapfenstreich müssen die Schützenbrüder nicht verzichten.

„Unser Cateringteam wird sich tagesaktuell testen, um so vorzubeugen“, versichert Schulte. Auch beim Service gibt es vorbeugende Hygienemaßnahmen. Es gibt eine Besonderheit: Bei der Glasspülpflicht muss ein virentötendes Mittel eingesetzt werden, welches dann anschließend wieder mit klarem Wasser abgespült wird.

Einige Ehrungen stehen beim Affelner Schützenfest in diesem Jahr an, die noch aus den vergangenen Jahren nachgeholt werden. Die Vorbereitungen im Dorf werden schon Mitte der kommenden Woche zu sehen sein, wenn die Fähnchen aufgehängt werden. Am Freitag, 8. Juli, um 18 Uhr heißt es dann Antreten vor dem Vereinslokal Willeke-Wortmann. Mit Vorfreude sehen nicht der der Vorstand und das Königspaar diesem Zeitpunkt entgegen, sondern das ganze Dorf freut sich darauf: „Schützenfest zu feiern!“

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