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Schneller zum Testergebnis

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Von: Carla Witt

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Mitarbeiterin Julia bei der Probenentnahme
Drive-In-Mitarbeiterin Julia bei der Probenentnahme. Wer sich auf dem Freibad-Parkplatz testen lassen möchte, kann ganz bequem im Auto warten, bis er an der Reihe ist. © Witt

Im Corona-Drive-In-Testzentrum auf dem Freibad-Parkplatz ist am frühen Morgen schon eine Menge los. Kaum hat ein Fahrzeug das Areal verlassen, fährt der nächste Autofahrer auf das Gelände, doch lange Schlangen oder Verkehrsbehinderungen bleiben aus.

„Morgens ist unsere Kernzeit“, erklärt Tobias Halbe. Er ist für die Testzentren „Schnelltest MK“ in Neuenrade und Lüdenscheid zuständig, die von der Spedition Fritz Neuhaus GmbH mit Sitz in Hagen betrieben werden. Vor allem Berufstätige kämen morgens vor der Arbeit zum Test. „Wir passen die Testzeiten an die Erfordernisse vor Ort an“, sagt Halbe. 20 Tests würden momentan in 15 Minuten durchgeführt. Doch der Testzentren-Koordinator rechnet damit, dass die Nachfrage durch die 2Gplus-Regel steigt. Die Kapazität könne erweitert werden.

Auch ohne Werbung ausgebucht

Dass die Testzeiten am Freibad kurz nach der Eröffnung der Einrichtung teilweise schon ausgebucht sind, freut die Betreiber natürlich. „Wir haben so gut wie keine Werbung betrieben, es hat sich schnell herumgesprochen, dass man hier nicht lange warten muss und bequem im Auto getestet wird“, sagt Halbe. Nach etwa 15 bis 20 Minuten komme das Testergebnis per E-Mail aufs Handy. Auch ein Drucker sei angeschafft worden, „für diejenigen, die ihren Test lieber auf Papier haben und darauf warten wollen“. Doch das komme in Neuenrade nur vereinzelt vor.

Nukleinsäuretest wird vor Ort ausgewertet

Dagegen nehme die Zahl der Personen zu, die einen Nukleinsäuretest in Anspruch nehmen. „Wir haben ein entsprechendes Gerät gekauft, um diese Tests vor Ort durchführen zu können“, berichtet Halbe. Diese Tests, die bisher größtenteils von Selbstzahlern geordert und zum Preis von 80 Euro durchgeführt würden, seien den PCR-Tests gleichgestellt. Doch gebe es gleich mehrere Vorteile. So könne das Sekret aus dem Rachen entnommen werden, der oftmals als unangenehm empfunden Nasenabstrich sei verzichtbar. Noch bedeutender sei aber der Zeitfaktor: Während viele Labore überlastet seien und die Ergebnisse der PCR-Tests oftmals deutlich später als erhofft eintreffen würden, gelte für den Nukleinsäuretest im Drive-In eine ähnliche Wartezeit wie für den Schnelltest: Nach etwa 20 Minuten liege der Befund vor.

Freundlich auf die Kunden zugehen

Und während Tobias Halbe weitere Abläufe im Schnelltest-Drive-In erläutert, begrüßt Mitarbeiterin Daniela – sie ist für den Check-In zuständig – den nächsten Autofahrer mit einem freundlichen „Guten Morgen“ und netten Worten. Auch der entsprechende Umgang mit den Kunden sei sehr wichtig, unterstreicht der Koordinator. „Die meisten Menschen kommen ja nicht wirklich freiwillig zum Test, sondern weil sie einen entsprechenden Nachweis erbringen müssen. Deshalb ist es wichtig, dass sie hier freundlich behandelt werden.“

Diese Anforderung erfüllen die zehn Angestellten des Drive-In-Testzentrums offensichtlich gerne. Mitarbeiterin Julia nimmt gerade einen Abstrich bei einem Zehnjährigen, der auch während der Ferien weiterhin am Fußballtraining teilnehmen möchte. Auch sein Vater, der am Steuer des Wagens sitzt, benötigt ein negatives Corona-Schnelltest-Ergebnis: „Für die Arbeit, bei uns gilt 2Gplus.“ Da biete sich die Fahrt zum Freibad-Parkplatz für die Familie an. Auch aufgrund des Ablaufs, erklärt der Neuenrader: „Wenn man hier einen Termin gebucht hat, klappt alles schnell und problemlos.“

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