Neuer Misch-Gigant bei Maschinenbauer Mixaco

Frank Roccotelli und Metin Abanoz arbeiten derzeit noch an „Revolution“, dem mit einem Fassungsvermögen von 10 000 Litern bisher größten Heiz-Kühlmischer von Mixaco.

Neuenrade - Mischen ist das Geschäft des Neuenrader Maschinenbauers Mixaco. Das Unternehmen stellt unterschiedliche Mischer für industrielle Anwendungen und Fertigungsprozesse her. Jetzt sind die Mitarbeiter in eine neue Größenordnung vorgestoßen: 10 000 Liter Fassungsvermögen hat „KM 10 000 Revolution“ – „weil er sich wie ein Revolver dreht“, erklärt Geschäftsführer Ulrich Tölle.

Pulverlacke, Pigmente, Toner, Farbkonzentrate und Farbgranulate, sogenannte „Masterbatches“, können auch in kleineren Behältern gemischt werden. Wo Farben im Spiel sind, können dadurch jedoch leichte Farbunterschiede entstehen. Diese können im mit einem Blick erfassbaren Endprodukt störend wirken. Der neue Mischer ermöglicht nun die Herstellung eines großen Gebindes, das in sich homogen ist und beispielsweise Farbabweichungen auf einer großen Fläche verhindert.

300 bis 2000 Liter fassen die Mischer, mit denen Mixaco in den vergangenen fünf Jahren seinen Umsatz um satte 30 Prozent steigerte. Ulrich Tölle amüsiert sich ein wenig über die ungebrochene Nachfrage, nachdem das Unternehmen seit 1965, also fast 50 Jahre lang, Mischmaschinen verkauft hat. Ein Erfolgsrezept ist das Angebot, keine Fertigware zu vertreiben, sondern die Probleme der Kunden zu lösen, erklärt Ulrich Tölle. „Versuche sind kostenlos.“ Meistens gelinge das mit dem vorhandenen Bestand an Mischern. Hartnäckige Probleme sind Herausforderungen: „Wenn es notwendig ist, bauen wir auch komplett neue Maschinen.“

Der Service, sich den Anliegen der Kunden unverbindlich und kostenlos zu stellen und das zur Verfügung gestellte Material in der gewünschten Form zu mischen, erweitert das Wissen über die Bedürfnisse des Marktes bei den Mixaco-Technikern: „Wir bekommen Infos, was in der Wirtschaft gebraucht wird“, stellt Ulrich Tölle fest.

Die Bilanz des Unternehmens ist imposant: In den letzten fünf Jahren stieg der Umsatz nicht nur um 30 Prozent. das Unternehmen meldete auch zehn Patente an.

Denn die Anforderungen an eine gute Mischung sind zahlreich: Das Mischgut darf sich nicht zu sehr erhitzen, der Energieverbrauch soll gering sein, und die eingesetzten Rührwerkzeuge werden im Laufe der Zeit immer mehr optimiert.

All diese Bemühungen stoßen derzeit auf eine Grenze: das Unternehmen suche händeringend nach Schweißern, Elektrikern und Schlossern, Konstrukteuren, Maschinenbauern und Verfahrenstechnikern, erklärt Ulrich Tölle.

Von Thomas Krumm

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