Kunstrasenplatz auf der Stummel gesegnet und eingeweiht

Neues Kunst-Grün eingeweiht

Die Geistlichen Andreas Schulte (l.) und Peter Andreas haben den neuen Platz gesegnet.
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Die Geistlichen Andreas Schulte (l.) und Peter Andreas haben den neuen Platz gesegnet.

Endlich fertig ist der neue Kunstrasenplatz des SV Affeln. Mit einem Einweihungsfest inklusive Gottesdienst wurde das am Samstag gehörig gefeiert, bevor am Sonntag dann die ersten drei Pflichtspiele dort stattfanden.

Zunächst griff der katholische Pfarrer Andreas Schulte zum Mikrofon und rief auf: „Wer beten möchte, darf gerne kommen. Wer lieber Bier trinken will, soll damit weiter machen.“ Dann sagte er: „Ich bin 18 Jahre lang hier aufgewachsen, hier darf ich so sprechen.“

Neue Flutlichtanlage

Gemeinsam mit seinem evangelischen Berufskollegen Peter Andreas segnete er den Platz, der nicht nur ein neues Grün erhalten hat – sondern auch eine moderne Flutlichtanlage. Beim ökumenischen Gottesdienst attestierte Schulte dem frühen Samstagnachmittag mit reichlich Wind „ein typisches Stummelwetter“.

Auffrischung nach 19 Jahren

Dann erinnerte er an die Platzeinweihung 1966, damals noch ein Aschen-Spielfeld. 2002 wurde der Kunstrasen erstmals verlegt. Nach 19 Jahren erhielt dieser nun eine Auffrischung. „Hier wissen Kinder und Jugendliche sinnvoll ihre Freizeit zu verbringen“, befand der Katholik.

Der protestantische Geistliche Andreas bemühte einen Vergleich zwischen Fußball-Partie und dem gesamten Leben: „Lieber Gott, Du gibst uns Zeit zu spielen. Doch eines Tages wirst Du uns mit Deinem Schlusspfiff zu Dir rufen.“

Etwa 270000 Euro investiert

Bürgermeister Antonius Wiesemann erinnerte an die Ratsentscheidung von 2019, die die ersten Weichen für den neuen Platz auf der Stummel gestellt habe. Insgesamt seien nun 270 000 Euro investiert worden, betonte er. Ortsvorsteher Stefan Kemper fügte hinzu, „dass die Haushaltsmittel in der Corona-Zeit knapp geworden sind und der Platz im Dezember dann doch noch einmal auf der Kippe stand“.

Lieferengpässe in der Pandemie führten letztlich zu einem zehn Wochen verspäteten Baubeginn. Nach vierwöchiger Bauzeit ist nun jedoch alles fertig, freute sich Markus Sandt, der Vorsitzende des Hauptvereins SV Affeln. „Das fühlt sich super an heute hier und der Platz ist ja auch echt schön geworden“, jubelte er. „Bei dem Anblick bekommt man doch sofort Lust, Fußball zu spielen.“

Alle vier Spiele der 1. Mannschaft fanden bis dato auswärts statt. Saisonvorbereitung und Trainings aller Teams wichen nach Küntrop oder Allendorf aus. „Das war nicht optimal. Im heimischen Stadion bleiben die Spieler nach einem Training ja auch bei einem Bier noch zusammen sitzen, das ist auf fremdem Platz doch anders“, bilanzierte er.

Verletzungssorgen im Team

Schließlich fasste er zusammen: „Die Damen sind klasse in die Saison gestartet. Die 2. Mannschaft hat in Ordnung gespielt. Bei der 1. Mannschaft hatten wir uns mehr erhofft. Ob es an der Baustelle auf unserem Platz gelegen hat – und daran, dass die Vorbereitung so ruckelig verlaufen ist – lässt sich nicht sagen.“ Immerhin habe es im Team auch bereits Verletzungssorgen gegeben.

„Aber jetzt wird sicherlich alles besser“, blickte Sandt optimistisch in die Zukunft. „Nun wird der Platz am Sonntag erst einmal so richtig eingeweiht.“ Nach den Damen spielten am Wochenende noch sowohl die 2. wie auch die 1. Mannschaft auf heimischem Boden.

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