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Neuer Babywald in Neuenrade: Die ersten Bäume stehen

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Von: Michael Koll

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Nicht nur die Erwachsenen hoben die Pflanzlöcher am Hexentanzplatz aus, auch der Nachwuchs war teilweise schon entsprechend gut ausgerüstet und fleißig.
Nicht nur die Erwachsenen hoben die Pflanzlöcher am Hexentanzplatz aus, auch der Nachwuchs war teilweise schon entsprechend gut ausgerüstet und fleißig. © Koll, Michael

48 Bäume begründen seit Sonntag den neuen Standort des Babywaldes. „Das ist toll, dass es nun endlich los geht. Wir haben uns alle gefreut“, sagte Miriam Barten. Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas pflanzte sie einen Walnuss-Baum am Hexentanzplatz.

Überwacht wurde die sonntägliche Pflanzarbeit dabei von der kleinen Annabelle. Am Donnerstag erst feierte die nunmehr Zweijährige ihren Geburtstag, nun erhielt sie ihren eigenen Baum. Natürlich musste sie dafür sorgen, dass der Papa beim Ausheben des Pflanzloches auch alles richtig macht.

Neben dem Walnuss-Baum, der an Annabells Geburt erinnern soll, stehen noch Linden, Buchen, Ahornbäume sowie die besonders begehrten Kastanien in dem neuen Laubwald. „Eichen pflanzen wir nicht mehr an“, verriet Bürgermeister Antonius Wiesemann. „Warum auch immer“, zeigte sich der gelernte Gärtnereimeister ratlos und erklärte: „Am vorherigen Standort des Babywaldes taten Eichen sich stets schwer beim Anwachsen.“

Schon 445 Bäume gepflanzt

Der bisherige Standort des Neuenrader Babywaldes befindet sich auf dem Kohlberg. Von 2010 bis 2018 wurden dort insgesamt 445 Bäume gepflanzt. Begleitet wurden die Pflanzaktionen dabei –wie auch am Sonntag – stets von der Forum-Neuenrade-Abteilung Stadtverschönerung. Dessen Vorsitzender Josef Brockhagen hatte die Suche nach einem neuen Babywaldstandort vorangetrieben und sich für die Nutzung des Geländes am Hexentanzplatz stark gemacht.

Die zweijährige Annabelle war dabei, als ihr Walnuss-Baum seinen Platz fand.
Die zweijährige Annabelle war dabei, als ihr Walnuss-Baum seinen Platz fand. © Koll, Michael

Der Plan der Organisatoren, die ersten Bäume bei möglichst sonnigem Herbstwetter pflanzen zu können, ging am Sonntag nicht auf. Doch auch dem leichten Nieselregen konnte Stadtoberhaupt Antonius Wiesemann gute Seiten abgewinnen: „Das ist ideales Pflanzwetter“, stellte er fest. Ein Angießen der Bäume sei nicht notwendig.

Baumtriebe sechs Jahre alt

Die Baumtriebe waren übrigens alle sechs Jahre alt und somit alt und robust genug, um eine Umpflanzung unbeschadet zu überstehen. Zwei Stunden lang hatten die jungen Eltern am Sonntag Zeit, um ihren Kindern dieses besondere Geschenk zu machen – und, um sich mit anderen Besuchern am Hexentanzplatz auszutauschen. Damit sich die Teilnehmer der Babywaldaktion zwischendurch oder auch nach dem Einpflanzen des Baumes stärken konnten, übernahmen die Kulturfluter die Bewirtung.

Zur Premiere des neuen Babywaldes stand dann auch noch ein kleines Richtfest auf dem Programm: Ein überdachtes „Pausenbänksken“ wurde errichtet. So sollen Wanderer demnächst die Möglichkeit haben, mit Blick auf den ständig wachsenden Babywald eine wetterunabhängige Picknickpause einlegen zu können.

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