Kommunalwahl 2020

Bürgermeister Wiesemann ist Mister 100 Prozent

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Antonius Wiesemann wurde von den CDU-Mitgliedern erneut als Bürgermeister-Kandidat gewählt.

Neuenrade – Antonius Wiesemann wurde am Donnerstagabend im Rahmen einer annähernd dreistündigen Versammlung des Neuenrader CDU-Stadtverbandes erneut zum Bürgermeisterkandidaten der Christdemokraten in der Hönnestadt erkoren.

Er erhielt eine 100-prozentige Zustimmung der 58 anwesenden Wahlberechtigten und nahm das Ergebnis sichtlich gerührt entgegen. 

Zuvor hatte CDU-Vorsitzender Marcus Dunker erklärt: „Für den zu wählenden Kandidaten gilt, dass er die Verwaltung leiten können muss. Deshalb brauchen wir dafür eine starke Persönlichkeit.“ 

Konstruktive Zusammenarbeit

Noch einmal zur Bürgermeisterwahl antreten zu wollen, hatte Wiesemann bereits Ende vergangenen Jahres erklärt. Nun erfolgte auch die offizielle Nominierung durch seine Partei. Bei seiner Bewerbungsrede verkündete Wiesemann: „Wir arbeiten ja schon seit einiger Zeit zusammen – und ich glaube, ganz konstruktiv. Und ich stelle mich dafür gerne noch einmal zur Verfügung.“ 

Weiter erläuterte er: „Es sind spannende Zeiten: Gesellschaft, Familie und die Technik verändert sich.“ Als Bürgermeister äußere er sich für gewöhnlich nicht parteipolitisch. In Hinblick auf die Ratssitzung einen Tag zuvor habe er aber doch etwas anzumerken: „Ich muss doch sagen, es hat mich sehr gestört, dass man Michael Beringhoff vorwirft, er habe mit dem Medizinischen Versorgungszentrum einen ,goldenen Handschlag’ erhalten.“ Dann erhob er die Stimme und beteuerte: „Ohne ihn wäre diese für Neuenrade so wichtige Weichenstellung nämlich schlicht nicht möglich gewesen.“ 

Kritik an der Opposition

Von diesem „goldenen Handschlag“ hatte der scheidende Grünen-Ratsherr Dr. Karl Kaluza gesprochen, der damit auf den Standort des Versorgungszentrums in der Praxis von Beringhoff an der Zweiten Straße anspielte. 

Auch Partei-Chef Dunker ging noch einmal auf die Haushaltsreden vom Vortag ein: „Die Ausdrucksweise unserer politischen Mitbewerber wird in jüngster Zeit nicht gerade verständlicher“, begann er seinen Wortbeitrag. Dann sprach er von „ausgesprochenen Unwahrheiten“ sowie von der „Unterschlagung von Wahrheiten“. In diesem Zusammenhang nannte er mehrfach den Namen Kaluza. Abschließend stellte er fest: „Solch ein Verhalten ist unerträglich.“

Seit 2014 im Amt

Antonius Wiesemann war bei der Kommunalwahl 2014 erstmals als Kandidat für die CDU und Nachfolger von Klaus Peter Sasse angetreten. Damals setzte er sich mit mehr als 80 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen den einzigen Gegenkandidaten Bernhard Peters (Freie Wählergemeinschaft Neuenrade) durch. Für die Bürgermeisterwahl im September ist Wiesemann der bislang einzige Bewerber.

Die Direktkandidaten der CDU Neuenrade für die 16 Bezirke bei der Kommunalwahl im September 2020: Bezirk eins: Regina Lückert, Bezirk zwei: Jana-Bianca Rickert, Bezirk 3: Dennis Uhlig, Bezirk 4 Daniel Wingen, Bezirk 5: Josef Brockhagen, Bezirk 6: Domenic Troilo, Bezirk 7: Mark Hantelmann, Bezirk 8: Martin Schaefer, Bezirk 9: Stefan Schmidt, Bezirk 10: Marcus Dunker, Bezirk 11: Stefan Zutz, Bezirk 12: Brigitte Reinken-Stork, Bezirk 13: Ludger Stracke, Bezirk 14: Stefan Kemper, Bezirk 15: Frank Voß, Bezirk 16: Jochen Sasse.

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