Neuenrader SPD will Gebührenbefreiung für Schützenvereine und Co.

Neuenrade - Die Schützenvereine und ähnlich strukturierte Clubs stellt die SPD-Fraktion mit einem Antrag an den Stadtrat in den Fokus. „Ziel ist es, eine Gebührenbefreiung für die Organisationen des immateriellen Unesco-Welt-Kulturerbes zu erreichen“, heißt es im Antrag der Sozialdemokraten.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Deutschland dem Unesco-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes 2013 beigetreten ist. Dabei ging es, so formuliert es die SPD, um die Wertschätzung und Anerkennung überlieferten Wissens und Könnens. Ziel der Vereinbarung sei es, die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes in Deutschland zu erhalten, zu pflegen und zu fördern. Und das Schützenwesen gehöre dem immateriellen Unesco-Weltkulturerbes schon seit Dezember 2015 an. 

In den vergangenen Jahren seien die Auflagen und Gebühren für die Durchführung von Schützenfesten immens gestiegen. 

Verwaltung soll Belastungen darstellen 

Nun soll nach dem Wunsch der SPD die Verwaltung darlegen, welche Gebühren die Stadt und zugehörige Organisationen erhalten und soll auch noch darlegen, welche Auswirkungen eine Gebührenbefreiung für Organisationen des Kulturerbes hat. Sprich, mit wie viel Geld auch die einzelnen Vereine belastet werden. Thomas Wette, Mitglied der SPD-Fraktionsspitze, sagte: „Wir haben zum Beispiel eine neue Feuerwehrsatzung beschlossen, von der auch die Schützenvereine durch erhöhte Zahlungen betroffen sind.“ 

Nicht allein die Stadt erhebt für Leistungen Gebühren. Auch der Märkische Kreis hält die Hand auf, wenn es um Verkehrsregelung und ähnliche Dinge geht. 

Schützengesellschaft begrüßt SPD-Antrag

Björn Sip, Chef der Neuenrader Schützengesellschaft, findet den Antrag der SPD gut. Damit werde auf die Situation der Schützenvereine hingewiesen. Zudem sei der Hinweis auf die Mitgliedschaft beim Weltkulturerbe der Unesco vor allem bei Fragen der Gemeinnützigkeit hilfreich. Was die Gebühren anbelange, so spiele tatsächlich die Feuerwehrsatzung eine Rolle. Brandwache gebe es eben nicht zum Nulltarif. Gleichwohl zeige sich Gemeindebrandinspektor Karsten Runte da sehr kulant. Man schaue genau hin, wo sich etwas sparen lasse. Aber wenn die Schützengesellschaft hier Geld sparen könne, wäre das gut: „Wir müssen sparen, wo es geht“. 

Auch beim Kreis müsse übrigens Geld bezahlt werden. Bei jedem Eingriff in den Straßenverkehr seien pauschal 30 Euro fällig – egal, ob es sich um den Umzug oder das Eintrommeln vor der Senioreneinrichtung handele. 

Sicherheitsdienst geht richtig ins Geld 

Sehr teuer – aber damit habe die Stadt nichts zu tun – komme den Schützen immer der medizinische Sicherheitsdienst, den man buchen müsse. Mehrere Tausend Euro kämen jährlich zusammen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stehe da in der Regel bereit, aber zwischenzeitlich sei es auch schwierig, jemanden zu bekommen. Bis ins Ruhrgebiet hinein habe man schon Anfragen gestartet. Das Problem sei, einen DRK-Ortsverein in Mannschaftsstärke zu bekommen, sagte Sip.

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