Werner Mielisch reizt seit 50 Jahren gerne - aber nicht um jeden Preis

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Wöchentlich und vor allem pünktlich nimmt der 82-jährige Herbert Mielisch an den Spielabenden der Skatfreunde Neuenrade teil.

Neuenrade - Hohe Auszeichnung für Werner Mielisch (82) von den Skatfreunden Neuenrade. In diesen Tagen durfte der in Ehren ergraute Skatspieler nicht nur Hände schütteln, Schulterklopfen und anerkennende Worte seiner Skatbrüder entgegen nehmen.

Hintergrund ist seine 50-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Skatverband. Das oberste Organ der Skatspieler gratulierte ihm über den Landesverband Westfalen mit einer Ehrennadel und einer Ehrenurkunde. 

Wenn Werner Mielisch über seine anfänglichen Bemühungen im Umgang mit Kreuz Bube, Herz Dame, Pik As inklusive Reizen zurückdenkt, dann kommt sein Opa ins Spiel. Es war der Großvater, der seinem Enkel die Begeisterung von „18, 20 und zwo“ vermittelte und erfolgreich den Grundstein als Skatspieler legte. 

Start bei den „Goldbuben“

Seine ersten Sporen in einem Skatclub sammelte Mielisch bei den „Goldbuben Werdohl“, 1977 zog es ihn dann in die Nachbarstadt Neuenrade zu den „Skatfreunden Neuenrade“. Schmunzelnd erinnert er sich, dass „wir im Weizenjungen getagt haben und dass der junge Neuenrader Skatclub damals einen wirklich guten Start hatte.“ Sein spielerisches Talent im Skatreizen brachte Werner Mielisch weiter nach vorn. Mal spielte er „in der ersten und mal in der zweiten Mannschaft!“ Entscheidend war immer die Rangliste innerhalb des Skatclubs Neuenrade, der 1969 gegründet wurde. 

Zu den Höhepunkten zählen die glorreichen 1990er-Jahre, als Mielisch mit den Skatfreunden Neuenrade sogar in der Bundesliga spielte. An diese Zeiten denkt er gerne zurück, „weil wir mit den Kumpels abends auch mal gezockt haben, aber wir haben durch das Skatspiel auch Deutschland kennengelernt.“ 

Die Urkunde wird Herbert Mielisch im Flur seiner Wohnung aufhängen, „weil die Pokale im Schrank stehen“ und die Goldnadel wird er bei „hohen Festen“ ans Revers stecken. 

Ein Titel fehlt dem 82-Jährigen noch

Auch mit seinen 82 Lenzen zählt er zu denjenigen, die regelmäßig („Und auch immer pünktlich“) zum Spielabend in der jetzigen Vereinsgaststätte Zur Linde anzutreffen sind. Spielerisch hat er es noch nie geschafft, als jahresbester Spieler auf dem obersten Treppchen seines Skatclubs zu stehen, „aber zweiter, dritter und auch vierter Vereinsmeister“ ist er schon geworden, grinst Mielisch zufrieden. Vor zwei Jahren scheiterte er denkbar knapp in der vereinsinternen Meisterschaft, „weil leider einige Pünktchen fehlten“. 

Skatclub-Vorsitzende Dagmar Kraus ist von so viel Vereinstreue angetan und findet für Herbert Mielisch nur lobende Worte: „Er ist für unsere Mannschaft immer der passende Joker, da kann er jederzeit ins Spiel mit einsteigen.“ 

Erfolgsrezept über die Jahre entwickelt

Skatoldie Herbert Mielisch hat im Laufe der Jahre sein eigenes Erfolgsrezept entwickelt – er „reizt gerne, aber nicht um jeden Preis.“ Aber auch diesen Satz hat er verinnerlicht: „Wo weg gesagt wird, da gibt es auch keine Punkte und ein Skatkonzept sollte jeder haben....!“

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