Die Tonträger wollen mehr

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Die Tonträger in Aktion: „Wir singen, was Spaß macht – aber leistungsorientiert“. ▪

NEUENRADE ▪ Jahr für Jahr fanden sich musikbegeisterte Menschen im Rahmen eines Kirchenchorprojektes zusammen, um jeweils zu Ostern einen Gottesdienst musikalisch mitzugestalten. 2008 kam dann die Idee auf, aus dieser „losen Verpflichtung“ etwas Richtiges zu machen. Der Grundstein für das Neuenrader Vokal-Ensemble „Die Tonträger“ war gelegt, erinnert sich Chorleiter Marcel Buckert an die Anfänge.

Im Zuge der Ensemble-Bildung stellte sich dann die Frage, weiter eher kirchliche Werke zu singen oder sich etwas weltlicher auszurichten. „Wir singen, was Spaß macht – aber leistungsorientiert“, meinte Buckert und studiert seitdem A-Capella-Stücke aus den Bereichen Volkslied, Musical, Rock und Pop, und gerne auch Deutsch-Pop ein.

Nach rund einem halben Jahr ernsthafter Probenzeit gingen die Tonträger ohne jegliche Ambitonen beim Leistungssingen 2009 in Köln an den Start. Dass sie beim „Sing’n’Swing“-Festival den Status „Leistungschor“ auf Anhieb erreichten, kam für das junge Ensemble einem kleinen Wunder gleich. 2012 folgte dann die Bestätigung durch den Chorverband NRW, der die Tonträger abermals als Leistungschor einstufte. „Ein Rieseneinstieg“, erinnerte sich der Chorleiter an die ersten Lorbeeren. Für 2013 streben die Neuenrader die nächsthöhere Ebene an. Dann soll auf der Urkunde Konzertchor zu lesen sein, wünscht sich das derzeit 13-köpfige gemischte Vokal-Ensemble, das kürzlich dem Hönne-Ruhr-Verband beitrat.

Die Tonträger haben zwar schon an verschiedenen Sängerfesten in der Region teilgenommen, wünschen sich aber, ihren Bekanntheitsgrad in ihrer Heimatstadt Neuenrade zu steigern. 2013, wahrscheinlich im Spätsommer, wollen die Tonträger in Kooperation mit einem oder zwei anderen Chören ein eigenes Konzert in Neuenrade auf die Beine stellen. Marcel Buckert, der sich über die Unterstützung des Hotels Wilhelmshöhe, das den Tonträgern einen Probenraum zur Verfügung stellt, schweben neben den „klassichen“ Konzert-Orten Villa am Wall oder Kulturschuppen noch andere Lokalitäten vor. „Ich könnte mir auch vorstellen, in einem Fabrikgebäude, dem Freibad oder an anderen außergewöhnlichen Locations aufzutreten“, sagt er und wäre nicht abgeneigt, wenn entsprechende Anfragen an die Tonträger gestellt würden. ▪ Markus Jentzsch

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