Neuenrader vergeben Konzession wieder an Enervie Vernetzt

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Gerhard Schumacher und Antonius Wiesemann (vorne, von links), Wolfgang Hinz (Geschäftsführer Enervie Vernetzt), Wolfgang Struwe, Dr. Johannes Groß (Prokurist Enervie Vernetzt).

Neuenrade - Ein Gemeinwesen ist auf ein gut funktionierendes Stromnetz angewiesen. Um die Versorgung auch in den nächsten 20 Jahren zu gewährleisten, hat die Stadt Neuenrade jetzt einen neuen Konzessionsvertrag mit der Enervie Vernetzt für das Stromversorgungsnetz abgeschlossen.

Damit wird ab dem 1. Januar die langjährige Partnerschaft zwischen Neuenrade und der Enervie Vernetzt fortgesetzt. Mit dem Konzessionsvertrag wird die Leitungsverlegung für das Kern-Stadtgebiet geregelt. Affeln, Altenaffeln, Blintrop und Küntrop werden von der Innogy SE, ehemals RWE, versorgt. Es gehe bei dem Vertrag nur um die Leitungsverlegung, meinte Wolfgang Struwe, Vorstand der Enervie, und fügt hinzu: „Den Stromlieferanten können sich die Bürger weiterhin selbst aussuchen.“ 80 Prozent der Neuenrader Bürger seien Kunden der Mark-E, einer Tochtergesellschaft des Enervie-Unternehmens, die damit auch Grundversorger ist. „Das freut uns natürlich sehr“, sagt Struwe.

Ein Konzessionsvertrag erlaubt den Versorgern, im öffentlichen Raum eines bestimmten Gebiets, also Straßen, Wege und Plätze, für die Versorgung zu nutzen und dort Leitungen zu verlegen beziehungsweise zu betreiben. Dafür zahlt der Versorger die sogenannte Konzessionsabgabe, in diesem Fall an die Stadt Neuenrade. Der Konzessionsvertrag ist nicht zu verwechseln mit dem Stromliefervertrag.

Im Dezember hatte die Stadt Neuenrade das Auslaufen der Konzessionsverträge im Bundesanzeiger bekannt gegeben, um in der Folge Bewerbern die Möglichkeit zu geben, ihr Interesse zu bekunden. In einem Verfahrensbrief wurden die Rahmenbedingungen festgelegt und ein Musterkonzessionsvertrag erstellt. Dazu wurde von außerhalb der Rat eines Anwalts eingeholt. Neben der Enervie Vernetzt gab es nur einen weiteren Bewerber, der sich im Laufe des Auswahlverfahrens zurückgezogen hatte. „Dadurch sind wir schnell zu einem Ergebnis gekommen“, sagt Kämmerer Gerhard Schumacher. Im Rat wurde die Entscheidung anschließend formell beschlossen und im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

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