Mehr Polizeipräsenz für öffentliche Sicherheit

Symbolfoto.

NEUENRADE ▪ Die CDU Neuenrade macht nun mobil und fordert Maßnahmen, um die Sicherheit für die Neuenrader zu verbessern. Der Vorsitzende der Ortsunion, Torsten Schneider, und der CDU-Fraktionsvorsitzende, Mark Hantelmann, forderten am Dienstag mehr Polizeipräsenz, sowie die Wieder-Besetzung der Neuenrader Wache.

Dabei wollen sie auch den Leiter der Kreispolizeibehörde, Landrat Thomas Gemke, direkt ansprechen. Der müsse ja sensibilisiert sein, zumal er in Balve wohnt, und auf dem Weg ins Kreishaus oder auf dem Nachhauseweg in jüngster Zeit die vielen zerdepperten Schaufensterscheiben gesehen haben muss. Die beiden CDUler betonten, dass sie verstärkt von den Bürger angesprochen würden und sich auch selbst nicht immer sicher fühlen würden. Dabei sprachen die beiden Unionspolitiker nicht nur die jüngsten Einbrüche und die Raubüberfälle an, sondern auch den Vandalismus, der verstärkt in Neuenrade vorkomme. Sie berichteten von umgetretenen Zäunen, demolierten Bänken, abgerissenen Mülleimern, verwüsteten Vorgärten, der demolierten Oma-Herta-Figur, den zerstörten Sperrholzfiguren, eingeschlagenen Scheiben. Auch von Gewaltdelikten im Neuenrader Park erzählen sie. Dort habe eine Gruppe von zehn Leuten bei einem kleinen Konflikt gleich unreflektiert zugeschlagen. Hier konnte Mark Hantelmann einen konkreten Vorfall nennen. Neuenrades CDU-Chef Torsten Schneider betonte, dass öffentliche Sicherheit ein Grundrecht sei. Hier müsse etwas geschehen, schließlich zahle man auch Steuern. Die Bürger sollen sich wieder sicher fühlen. Vor diesem Hintergrund sei es ein Unding, dass die Neuenrader Wache aus welchen Gründen auch immer eben nur immer sporadisch besetzt sei. Hier sei die Polizei in der Pflicht.

Die Ortsunion will sich zudem um eine Bürgerversammlung bemühen, bei der ein Fachmann der Polizei zum Thema Sicherheit spreche und die Neuenrader Situation analysiere. Zudem will man schauen, was die Stadt leisten könne und auch die Einzelhändler sollten mit ins Boot geholt werden. Hier gebe es möglicherweise neue Konzepte wie gemeinsames Anheuern von Sicherheitskräften und Präventionsmaßnahmen, hieß es am Dienstag beim Pressegespräch.

Kritik gab es selbstverständlich auch für Landesinnenminister Ralf Jäger, der falsche Prioritäten setze. „Lieber weniger Blitzmarathons, dafür mehr Polizeipräsenz“. Auch CDU-Landtagsmitglied Thorsten Schick möge sich für mehr Polizeipräsenz beim Innenminister einsetzen.

Dem Thema Bürgerwehr das verstärkt aufkommt, erteilten Schneider und Hantelmann ein klare Absage. „Wir leben in einem Rechtsstaat, Sicherheit ist Sache der Polizei.“ ▪ Peter von der Beck

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