Drei Linden bleiben erhalten

Der Lindenbestand muss auch aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ausgedünnt werden. Einige Bäume sind geschädigt und nicht mehr standsicher. - Foto: von der Beck

Neuenrade -   Die Entscheidung ist gefallen. Der Rat beschloss jetzt, dass drei Linden stehen bleiben und der Rest gefällt wird. Ersatzpflanzungen sollen die fehlenden Bäume ersetzen.

Damit fallen fast alle Bäume entlang der kleinen Verbindungsstraße Am Stadtgarten der Säge, aber in erster Linie wohl dem Gesamtkonzept zur Entwicklung Erste Straße/Mühlendorf, zum Opfer. Gegen diesen Beschluss stimmten die Vertreter von SPD und Bündnisgrünen, die hier einmütig auftraten. Zuvor war ein Antrag der Grünen, einen Großteil der Bäume zu erhalten, mehrheitlich abgelehnt worden. Und zuvor hatten SPD und Bündnisgrüne viel versucht, um die Linden zu retten. Das Gutachten wurde anders interpretiert, Maßnahmen sollten ergriffen werden, um durch erneuten Beschnitt die Linden zu entlasten. Die SPD brachte unter anderem einen Vorschlag von schräg und lang angelegten Parkplätzen, um mehr Bäume zu retten.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse gab indes zu bedenken, dass man doch auch das Gesamtkonzept sehen müsse, welches hier vorliege. Dabei seien Interessen der Anlieger an Parkplätzen genauso zu berücksichtigen wie eine vernünftige Anbindung an das neu entstehende Zentrum am Mühlendorf und auch der Erhalt möglichst vieler Linden. Es sei „ein zumutbarer Abwägeprozess“. Schützenhilfe bekam der Bürgermeister hier auch von FWG-Vertreter Heinz Friederiszik, der eben auch der Meinung war, dass die zwei gesunden Bäume am Ende der Straße, der Stadtentwicklung weichen müssten. Detlef Stägert (FWG) hatte zuvor auch für den Erhalt jener Bäume mit den Nummer 9 und 10 votiert, stimmte am Ende aber doch mit der Mehrheit. CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann hatte im Sinne der Stadtentwicklung auch keine Möglichkeit gesehen, jene Bäume zu erhalten. Auch Claudia Kaluza (FDP) war da pro Parkplätze.

Ärgerliche Bemerkungen hatte es zuvor gegeben, weil es bereits im April (wir berichteten) eine einstimmige Empfehlung für die Verwaltung gegeben hatte, das Konzept mit Baumfällung und schräg gestellten Parkplätzen zu verfolgen – und nun Bündnisgrüne, SPD und zunächst auch FWG plötzlich gegen die Fällung agieren würden. SPD-Fraktionschef Peter Müller kritisierte die Verwaltung. Nur häppchenweise sei man informiert worden. Antonius Wiesemann (als Bauausschussvorsitzender) verwies indes darauf, dass ein Anruf für vertiefende Information oder eine weitere Sitzung genügt hätte (Bericht folgt). - Von Peter von der Beck

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