Dr. Karl Kaluza verlässt die Grünen

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Dr. Karl Kaluza (2. von rechts) ist aus der Partei ausgetreten. Susanne Naumann ist Kassiererin der Grünen und Ulrich Naumann (rechts) bleibt Erster Sprecher.

Neuenrade – Bei den Neuenrader Bündnisgrünen läuft es nicht gerade rund. So waren während der Hauptversammlung am Freitag nur eine Handvoll Mitglieder zugegen – und ein wichtiges Mitglied trat aus der Partei aus. Das berichtete Ulrich Naumann, der im Rahmen der Hauptversammlung erneut zum Sprecher gewählt wurde

Der besonderen Ausfall, den die Grünen verkraften müssen, heißt Dr. Karl Kaluza. Der hatte das aktuell einzige Ratsmandat der Neuenrader Bündnisgrünen inne und hat wohl seinen Austritt aus der Partei erklärt. Er habe persönliche Gründe angegeben, sagte Naumann. Er ließ allerdings auch noch durchblicken, dass Dr. Kaluza wohl auch mit der aktuellen Politik der Grünen auf Bundesebene nicht einverstanden gewesen sei. So habe er davon gesprochen, dass die Grünen auf dem Weg zu einer Verbotspartei seien.

„Das kann ich nicht nachvollziehen“, sagte Naumann. Laut Naumann bleibe Kaluza aber den Bündnisgrünen auf lokaler Ebene verbunden, zudem behalte er nach seiner Kenntnis das Ratsmandat bis zum Ende der Legislaturperiode. Möglicherweise werde er sich für die kommende Wahl gar in einem Wahlbezirk aufstellen lassen. Dr. Karl Kaluza selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

In jedem Fall müssen sich die Bündnisgrünen neu sortieren. In einer Pressemitteilung teilt Naumann dazu mit, dass Tom Reißmann zum Zweiten Sprecher gewählt worden sei. Susi Naumann fungiere weiterhin als Kassiererin. Die Protokollführung solle flexibel gestaltet, aber zentral hinterlegt werden, berichtet der Grünen-Sprecher weiter.

Schmankerl zur Bürgermeisterfrage

Noch ein Schmankerl am Rande zur Bürgermeisterfrage in Neuenrade: Der SPD-Chef Thomas Wette hatte unlängst verkündet, dass die SPD auf der Suche nach einem neutralen Bürgermeisterkandidaten sei, den die Opposition auch unterstützen könne, darüber gebe es mündliche Absprachen. Davon allerdings weiß zumindest Ulrich Naumann nichts. „Wir können mit Antonius Wiesemann leben“, sagte er sogar – und erklärte, dass zumindest bisher auch „grün-intern kein ersthaftes Interesse“ an einer Bürgermeister-Kandidatur bestehe.

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